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Wirtschaftsbürgermeister will Leipziger Stadtbad an Investor verkaufen – Keine baldige Öffnung

Wirtschaftsbürgermeister will Leipziger Stadtbad an Investor verkaufen – Keine baldige Öffnung

Vor zehn Jahren musste das Stadtbad wegen Baufälligkeit schließen. Nun will sich Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht (CDU) vom Grundstücksverkehrsausschuss das Okay für Verhandlungen zum Verkauf des ältesten Leipziger Hallenbades holen.

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Im Leipziger Stadtbad soll bald wieder gebaut werden.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Im vergangenen Herbst schrieb die Stadtverwaltung die 98 Jahre alte Immobilie zum Mindestpreis von einer halben Millionen Euro aus (die LVZ berichtete). Die Resonanz darauf war "überschaubar", räumt Albrecht ein. Kein Wunder. Der Umbau des ersten Wellenbades Europas zu einem modernen Wellnesstempel würde nach Berechnungen des Schweizer Bäder-Experten Stefan Kannewischer 25 Millionen Euro kosten.

Albrechts Hoffnungen liegen nun auf einem Investor, über dessen Identität bis zu einem positiven Verhandlungsabschluss jedoch strenge Vertraulichkeit vereinbart wurde. Nur so viel sagt er über den Bewerber: "Er verfügt über gute Referenzen, hat in Deutschland schon große Vorhaben erfolgreich umgesetzt." Und, so Albrecht weiter: "Wir brauchen jemanden, der unsere Vorstellungen trägt und das Ganze auch finanziell darstellen kann. Wir als Stadt können es in den nächsten fünf bis zehn Jahren nicht." Vor allem zwei Forderungen sind es, die die Stadt an einen potenziellen Käufer stellt: Die Immobilie müsse öffentlich zugänglich sein und ein Betreiberkonzept eine "Bad- oder badähnliche Nutzung" vorsehen.

Am 3. März wird sich der Grundstücksverkehrsausschuss des Stadtrates das erste Mal mit dem Kaufangebot befassen. Wenn das Gremium grünes Licht für Verhandlungen gibt, will Albrecht in konkrete Gespräche treten. Er bremst er jedoch zugleich Erwartungen, dass das Bad bis zu seinem 100. Geburtstag im Jahr 2016 wieder seine Pforten öffnen könnte: "Der Prozess wird nicht in einem Vierteljahr abgeschlossen sein."

Teile des dreiflügeligen Gebäudes, das nach den Plänen des Architekten Otto Wilhelm Scharenberg (St. Georg Krankenhaus, Kapellenanlage auf dem Südfriedhof, Leihhaus) entstanden war, darf die Förderstiftung Stadtbad bislang als Veranstaltungshalle nutzen. Sie hatte sich 2006 gegründet, um nach der Einstellung des Badebetriebes zu verhindern, dass die unter Denkmalschutz stehende Immobilie ganz aus dem Gedächtnis der Leipziger verschwindet. Seitdem bemüht sie sich um eine Weiternutzung des Gebäudes in der Eutritzscher Straße. Seit 2010 flossen dort 2,25 Millionen Euro, vor allem aus dem Konjunkturpaket 2, in ein neues Dach. 872 000 Euro investierte die Stiftung unter anderem aus Spendengeldern.

Daher will Albrecht die Stiftung auch eng am bevorstehenden Verkaufsprozess beteiligen. "Es passiert nichts ohne die Stiftung und es passiert erst recht nichts gegen die Stiftung", versichert er. Auch die 2400 Bürger, die sich in einer Online-Petition für den Erhalt der Immobilie als Stadtbad ausgesprochen hatten, nimmt Albrecht sehr ernst. "Wir bereiten eine Stellungnahme für den Petitionsausschuss vor", kündigt er an.

"Wir freuen uns, wenn Bürgermeister Albrecht die Stiftung einbeziehen will", erklärt Marko Mägde, Mitglied im Vorstand der Förderstiftung. Zum Kaufangebot selbst vermag er allerdings keine Bewertung abzugeben. "Wir kennen weder Konzept noch Investor", sagt er. "Für uns", so Mägde, "steht im Fokus, dass das Bad wieder mit Wasser und Leben erfüllt wird." Klaus Staeubert

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.02.2014

Klaus Staeubert

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