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Leipzig Lokales Wo investieren die Leipziger Wasserwerke 71 Millionen Euro?
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09:57 03.03.2017
Die Leipziger Wasserwerke planen für 2017 Investitionen von 71 Millionen Euro. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Nicht nur die Leipziger Wohnungsbaugesellschaft, die Stadtwerke und das St. Georg Klinikum wollen 2017 investieren. Auch die Leipziger Wasserwerke wollen tief in die Tasche greifen: 71 Millionen Euro möchte das städtische Unternehmen im Jahr 2017 für Sanierung und Ausbau ausgeben. Das sind rund 15 Millionen mehr als im Vorjahr. Im Vergleich zu den vergangenen vier Jahren erhöhen die KWL ihre Investitionen dabei um 52 Prozent, teilte das Unternehmen mit.  

45,5 Millionen Euro sollen demnach für die Trink- und Abwassernetze ausgegeben werden, 15,5 Millionen für die Trink- und Abwasseranlagen. 2017 sind deshalb Großprojekte zur künftigen Trinkwasserverteilung geplant. Auch das Klärwerk Rosental soll ausgebaut werden. Das Kanalnetz wird in diesem sowie den kommenden Jahren ebenso erneuert. „Wir streben an, in diesem Zeitraum pro Jahr zehn bis 15 Kilometer Kanalnetz nachhaltig und effizient zu sanieren“, erklärt Ulrich Meyer, Technischer Geschäftsführer der Werke.

Wichtig sei bei den geplanten Baumaßnahmen, dass die Bauarbeiten nicht zur großen Belastung für die Bevölkerung werden. Deshalb plane man, wenn möglich, grabenlose Verfahren und händische Sanierungen.

Mittels Kameraaufnahmen und Datenauswertung möchte das Unternehmen nun mehr über den Zustand des 2.900 Kilometer langen Kanalnetzes herausfinden. Dafür habe sich das Unternehmen technisch verstärkt. Unter anderem könnten nun 80 Prozent der Kanäle durch Spezialfahrzeuge eigenständig gereinigt und befahren werden.

Jährlich mehr als 300 Bauprojekte setzen die Wasserwerke nach eigenen Angaben um. Die Verbesserung der Infrastrukturen der Stadt nannte Meyer ein „Generationenprojekt“.

Rund 660.000 Menschen versorgen die Leipziger Wasserwerke, die zur L-Dachgesellschaft gehören, mit Trinkwasser und entsorgen ihr Abwasser. Im vergangenen Jahr gerieten die Wasserwerke in die Kritik, weil durch das Anwenden von billigen, eventuell schlecht geeichten Wasserzählern ein Schaden von 10.000 Euro entstand (LVZ berichtete).

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Die Umbaupläne der Wasserwerke

Renovierung: 2. südlicher Hauptsammler zwischen Karl-Tauchnitz-Straße und Ferdinand-Lassalle-Straße
•    Für rund 5 Millionen Euro sanieren die Wasserwerke 1,2 Kilometer Kanal: Insgesamt werden in einem grabenlosen Rohreinzugsverfahren rund 400 Kanalsegmente in den über 100 Jahre alten Altkanal eingezogen.
•    Seit Oktober 2016 und noch bis April 2017 wird der 1. Bauabschnitt zwischen Schachzentrum und Ferdinand-Lassalle-Straße saniert. Anschließend folgt der Abschnitt vom Schachzentrum in Richtung Telemannstraße.
•    Der Kanal befördert das Abwasser aus dem gesamten Leipziger Süd- und Südostraum - über Probstheida, Stötteritz, Marienbrunn bis hin zur Leipziger Südvorstadt - zum Klärwerk Rosental.

Neubau: Richard-Lehmann-Straße/B2
•    Auf der Baustelle beidseits der B2 wird seit September 2016 an drei Schwerpunkten gleichzeitig gearbeitet: Bau eines neuen Mischwasserstaukanals, Bau eines neuen Entlastungsbauwerks, Sanierung des Pleißemühlgrabendükers.
•    Die Investitionskosten liegen bei rund 6,3 Millionen Euro.

Händische Sanierung: Käthe-Kollwitz-Straße
•    Nach den Arbeiten 2016 zwischen Goerdelerring und Elsterstraße folgt voraussichtlich ab drittem Quartal 2017 die händische Sanierung des Kanals in der Elsterstraße.
•    Rund 280 Meter des durch Korrosion, Risse und fehlende Klinker geschädigten Profils 850/1300 werden dort direkt im Kanal ausgebessert.
•    Die Investitionskosten liegen bei rund 440.000 Euro.

(Quelle: Leipziger Wasserwerke)

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