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Lokales Woche der Brüderlichkeit in Leipzig eröffnet - Ehrung für EKD-Präses Schneider
Leipzig Lokales Woche der Brüderlichkeit in Leipzig eröffnet - Ehrung für EKD-Präses Schneider
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20:41 11.03.2012
Der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider (r.) hält am Sonntag (11.03.2012) im Gewandhaus Leipzig neben seinem Laudator, dem Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, Frank-Walter Steinmeier, die Buber-Rosenzweig-Medaille in seiner Hand. Quelle: dpa
Leipzig

Bei der Preisverleihung am Sonntag in Leipzig sagte Ex-Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) in seiner Laudatio, Schneider habe sich unmissverständlich zum Existenzrecht des Staates Israel bekannt, als deutscher Theologe nach dem Holocaust.

Die Ehrung war Teil der Festveranstaltung zur Eröffnung der 60. Woche der Brüderlichkeit. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto „In Verantwortung für den Anderen“. Die Woche hat das Ziel, die christlich-jüdischen Beziehungen zu pflegen und zu vertiefen.

Der Koordinierungsrat der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit erinnert mit der seit 1968 jährlich vergebenen Buber-Rosenzweig-Medaille an die jüdischen Philosophen Martin Buber (1878-1965) und Franz Rosenzweig (1886-1929). Zu den früheren Preisträgern der undotierten Auszeichnung gehören der Architekt Daniel Libeskind (2010), der Dirigent Daniel Barenbouim (2004) und der damalige Außenminister Joschka Fischer (2003).

Der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, sagte der Nachrichtenagentur dpa zum diesjärigen Preisträger Schneider: „Ich glaube, es gibt keinen Würdigeren für diesen Preis, deshalb bin ich extra hergekommen.“

Zu einem Aufsatz im „Deutschen Pfarrerblatt“, der die Beziehungen zwischen EKD und Zentralrat zeitweise belastet hatte, sagte Graumann, Schneider habe sich dazu klar und deutlich positioniert. „Dafür bin ich sehr dankbar.“ Schneider hatte in der „Welt am Sonntag“ erklärt, der Artikel, in dem der Vorwurf erhoben wurde, bei der Gründung des Staates Israel sei palästinensisches Land geraubt worden, habe ihn erschreckt. „In meiner grundsätzlichen Solidarität mit Israel verschließe ich mich aber nicht den Klagen der Palästinenser, denn auch sie haben eine Leidensgeschichte zu erzählen, die ich ernst nehme“, sagte Schneider der Zeitung.

dpa

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