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Lokales Wochenweise Starts nur auf einer Runway?
Leipzig Lokales Wochenweise Starts nur auf einer Runway?
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21:36 22.03.2017
Das Dialogforum Flughafen Leipzig/Halle hat jetzt Prüfvorschläge für eine zeitlich versetzte Nutzung der Start- und Landebahnen erarbeitet. (Symbolfoto) Quelle: dpa
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Leipzig

Die unterschiedlichen Varianten, welche der Fluglärmkommission zur Prüfung vorgelegt werden, sollen den Lärm für die aktuell betroffenen Stadtteile mindern und damit die Anwohner entlasten. Dies teilte die Stadtverwaltung mit.

Zwei Vorschläge zur abwechselnden Nutzung der nördlichen und südlichen Start- und Landebahn seien beschlossen worden: Variante 1 beinhaltet den wöchentlichen Wechsel von Starts und Landungen auf nur einer Piste. Variante 2 schlägt den wöchentlichen Wechsel der Pisten vor, auf denen nur Starts respektive nur Landungen durchgeführt werden.

Lärmentlastung für die Flughafenanwohner

Ziel einer zeitlich versetzten Bahnnutzung in der Nacht ist es laut Mitteilung, in den Stunden von 22 bis 6 Uhr Lärmentlastungen für die Flughafenanwohner zu schaffen. Als Grundlage der Diskussion diente das Vorgehen des Flughafens Frankfurt am Main, welches Regine Barth (Leiterin der Stabsstelle Fluglärmschutz beim Hessischen Verkehrsministerium) bei einer Sitzung im November des Vorjahres vorgestellt hatte.

Aufgrund der individuellen Voraussetzungen der Flughäfen in Frankfurt und Leipzig/Halle ist laut Stadtverwaltung eine identische Implementierung vor Ort jedoch schwierig. Am Flughafen Leipzig/Halle sei vor allem die verstärkte Nutzung der Südbahn von Bedeutung. Grund dafür sei beispielsweise das aus Flugsicherheitsbelangen nicht vertretbare Risiko einer Nordbahnnutzung im Nachtzeitraum, da es dann zu Kreuzungsvorgängen mit der Südbahn kommt.

Deutsche Flugsicherung handelt in Eigenregie

Hintergrund: Auch die Fluglärmkommission am Airport ist lediglich ein beratendes Gremium, hat demnach keinerlei Entscheidungskompetenz. Über die Art und Weise der Abwicklung des Flugverkehrs über die beiden Runways entscheidet einzig und allein die Deutsche Flugsicherung in Eigenregie. Der Flughafen und seine Gremien haben darauf keinen Einfluss. Eine Gleichverteilung auf beide Bahnen oder die vom Dialogforum erarbeiteten Varianten zu zeitlich versetzten Landungen dürften gerade nachts angesichts des DHL-(Flug-)Verkehrsaufkommens illusorisch sein.

lvz/mape

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