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Wölfe im Leipziger Stadtgebiet? Experten schließen das nicht aus

Wölfe im Leipziger Stadtgebiet? Experten schließen das nicht aus

Hat ein im Fläming beheimatetes Wolfsrudel das Stadtgebiet Leipzig als Beuterevier entdeckt? Experten des sächsischen Kontaktbüros Wolfsregion schließen das nicht aus.

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Experten halten für denkbar, dass ein Wolfsrudel das Stadtgebiet Leipzig als Beuterevier entdeckt hat.

Quelle: dpa

Leipzig. Für einen klaren Beweis fehlt den Wolfskennern allerdings der Kadaver eines gerissenen Tieres.

Es war Mitte Februar, als ein halbes Dutzend Wölfe im Forstrevier Göritz in eine Fotofalle tappte. Das Bild sorgte für Aufsehen, immerhin war damit der Nachweis erbracht, dass das Rudel gerade mal 90 Kilometer von Leipzig entfernt heimisch geworden ist. "Für einen Wolf ist das keine Entfernung", sagt Biologin Helene Möslinger vom Kontaktbüro Wolfsregion. "Die Tiere haben einen Aktionsradius von 150 bis 350 Quadratkilometern." Es sei deshalb durchaus möglich, dass die Räuber zumindest in ländlichen Bereichen Leipzigs auftauchen.

"Bisher ist es uns zwar nicht bekannt, dass im Stadtgebiet von Leipzig Wölfe leben", so Möslinger. "Aber gerade in den weniger dicht besiedelten Bereichen der Stadt mit Waldstücken ist das nicht ausgeschlossen." Denkbar wäre auch, dass Rudel sich gar nicht hier ansiedeln, sondern lediglich regelmäßig hierher kommen, wenn sie sichere Futterquellen ausgemacht haben.

Dies befürchten vor allem heimische Schäfer und Tierzüchter (die LVZ berichtete). Nachdem vor gut zwei Wochen im Ortsteil Hartmannsdorf ein Schafbock getötet und fast aufgefressen worden war, hatten Fachleute die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass erstmals ein Wolf auf Leipziger Stadtgebiet vorgedrungen sein könnte. "Es ist nicht auszuschließen", so Stadtförster Andreas Sickert.

Fotos des zerfleischten Kadavers wurden an das Kontaktbüro Wolfsregion, die offizielle Ansprechstelle zum Thema Wolf in Sachsen, geschickt. "Die Begutachtung allein anhand der Bilder ist schwierig", so Biologin Möslinger. "Wir brauchen zeitnah den Kadaver eines Beutetieres zur Untersuchung, um klare Aussagen treffen zu können." Bei einem Kehlbiss ließe sich beispielsweise anhand des Abstands der Eckzähne ermitteln, ob es ein Wolf war oder ein Hund. "Außerdem schleifen Wölfe ihre Beute meistens ein Stück in Deckung", so die Expertin, "Hunde machen das nicht."

Betroffene Tierhalter sollten deshalb innerhalb von 24 Stunden einen Schaden melden. Möglich ist dies bei Stadtverwaltungen, Landratsämtern, Polizei und im Kontaktbüro Wolfsregion. Es kann sogar einen Schadensausgleich geben. In einem Gebiet wie Leipzig, wo bisher noch kein Wolf gesichtet wurde, muss der Schaden dafür allerdings "mit hoher Wahrscheinlichkeit durch einen Wolf verursacht" worden sein.

Laut Statistik des Wolfsbüros konnte im vergangenen Jahr von insgesamt 48 gemeldeten Nutztierschäden in Sachsen in 21 Fällen der Wolf als Verursacher festgestellt oder zumindest nicht ausgeschlossen werden. Dabei wurden 50 Nutztiere entweder getötet oder sie verschwanden einfach. In diesem Jahr schlugen Wölfe im Freistaat bereits zweimal zu.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.05.2013

Frank Döring

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