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Lokales In Leipzig steigen die Mieten sachsenweit am stärksten
Leipzig Lokales In Leipzig steigen die Mieten sachsenweit am stärksten
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19:00 05.08.2018
Baukräne in Leipzig: Weil immer mehr Leute in die Stadt kommen, wird mehr Wohnraum benötigt. Die hohe Nachfrage lässt dabei die Mieten steigen. Quelle: dpa
Leipzig/Dresden

Sächsische Wohnimmobilien bleiben attraktiv. „Daher werden in allen drei Metropolen des Landes die Mieten auch weiter anziehen“, schätzt Jens Zimmermann ein. Der Schwarzenberger Immobilienexperte und langjährige Sprecher des Immobilienverbandes Deutschland/Mitte-Ost (IVD) sieht dabei längst nicht nur die Landeshauptstadt Dresden als besonders beliebten Standort.

„Leipzig gewinnt auch in diesem und im nächsten Jahr weiter an Anziehungskraft“, sagt Zimmermann. „Das Ende der Fahnenstange ist hier noch längst nicht erreicht.“ Bereits in den vergangenen zwölf Monaten seien die Mieten um vier bis sieben Prozent gestiegen. „Dieser Trend setzt sich in nächste Zeit verstärkt fort“, ist sich der Immobilienfachmann sicher. Er rechne in der Messestadt bis Ende 2019 mit einem leicht zweistelligen Plus bei den Wohnungsmieten – „vor allem in begehrten Lagen“.

Wenngleich nicht mit der gleichen Dynamik, aber dennoch klettern nach Einschätzung des IVD die Mietzinsen ebenfalls in Dresden und Chemnitz in der nächsten Zeit. „Allerdings wird hier die Verteuerung des Wohnraums nicht so kräftig ausfallen wie in Leipzig.“

Am moderatesten sieht der Immobilienexperte die Entwicklung in Chemnitz. Wenngleich er hier ebenso einen deutlichen Auftrieb ausmacht. „Die Stadt erhöht kontinuierlich ihre Attraktivität für Bewohner und Wirtschaft gleichermaßen“, heißt es in einer aktuellen Einschätzung des Verbandes. Generell würden die Mieten in guten bis sehr guten Lagen und entsprechender Ausstattung etwas anziehen.

Das ist ein allgemeiner Trend in den sächsischen Großstädten, meint Zimmermann. Obwohl die Spitzenmieten im bundesweiten Vergleich noch „ganz passabel“ ausfielen, hätten sie dennoch in den vergangenen Jahren ein ganzes Stück zugelegt. Wie der jüngste IVD-Immobilienpreisspiegel ausweist, zog dieser Wert von 2013 bis 2017 von 7,50 Euro auf neun Euro pro Quadratmeter in Chemnitz an. In Dresden ging es von 11,80 auf 14 Euro hoch, in Leipzig von zwölf auf 13,60 Euro.

Nach Angaben des Immobilienunternehmens Engel & Völkers betrug die Durchschnittsmiete in Leipzig im vorigen Jahr 6,55 Euro pro Quadratmeter, dies war ein Plus von 5,6 Prozent. Das ist die größte Steigerung unter Sachsens Großstädten gewesen. Denn Chemnitz kam demnach auf einen Preisanstieg von 1,6 Prozent auf 5,10 Euro, Dresden verbuchte plus 2,9 Prozent auf 7,37 Euro. Damit liegen alle drei weit hinter Metropolen wie München und Frankfurt am Main zurück: Hier betrugen die mittleren Mietkosten 16,24 beziehungsweise 12,65 Euro.

Grund der aufstrebenden Entwicklung in Sachsens Großstädten ist nach Verbandsansicht vor allem der anhaltende Bevölkerungszuwachs. Das ziehe eine wachsende Nachfrage nach Wohnraum nach sich. Die in der Folge steigenden Mietkosten könnten die Quartiersuchenden durchaus berappen.

Immerhin verbuchten die Arbeitnehmer „kontinuierlich steigende Einkommensverhältnisse“. Diese würde in der Regel die Mieterhöhung „mehr als ausgleichen“. Natürlich spiele auch die weiter sinkende Arbeitslosigkeit eine Rolle.

Von Ulrich Langer

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