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Lokales Wohnungen in Leipzig werden 20 Prozent teurer – Sanierte Altbauten gehen meist an Auswärtige
Leipzig Lokales Wohnungen in Leipzig werden 20 Prozent teurer – Sanierte Altbauten gehen meist an Auswärtige
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22:29 15.05.2014
Besonders beliebt bei Investoren: Sanierte Altbauwohnungen. Die Preise zogen im letzten Jahr drastisch an. (Blick auf den Liviaplatz im Leipziger Waldstraßenviertel.) Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Dies geht aus dem Grundstücksmarktbericht für das Jahr 2013 vor, den die Stadtverwaltung am Donnerstag in Auszügen vorlegte.

Die Zahl der Verkäufe sogenannten Sondereigentums, das bedeutet das Eigentum an zum Beispiel Wohnungen oder Geschäftsräumen in einem Gebäude, stieg von 3302 im Jahr 2012 auf 3670 im vergangenen Jahr. Die Immobilienwirtschaft in der Stadt setzte mit dem Verkauf von „Sondereigentum“ 588 Millionen Euro (plus 20 Prozent) im vergangenen Jahr um. Das entspricht einem durchschnittlichen Kaufpreis von etwa 160.000 Euro. Im Vorjahr mussten die Käufer noch gut 11.500 Euro weniger zahlen.

Sechs von zehn in Leipzig verkauften Immobilien sind Eigentumswohnungen. Der durchschnittliche Kaufpreis stieg dabei um fünf Prozent. Im Mittelwert kostet ein Quadratmeter Wohnfläche nach der Sanierung gut 2500 Euro. Dies entspricht einer Verteuerung von fünf Prozent binnen eines Jahres. Im Vergleich dazu kosten in der Vergangenheit sanierte Wohnungen im Wiederverkauf lediglich 1055 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Bemerkenswert ist, dass 96 Prozent der Käufer von sanierten Altbauwohnungen (Erstverkauf nach den Baumaßnahmen) stammen nicht aus Leipzig. Ob es sich dabei um institutionelle Anleger, Investoren oder wirkliche Bewohner handelt, schlüsselt der Grundstücksmarktbericht nicht auf.

Eigentumswohnungen in neu errichteten Wohnanlagen legten bei den Preisen um elf Prozent zu und kosteten durchschnittlich knapp 3000 Euro je Quadratmeter. Dieser Markt boomt in Leipzig besonders. Im Vergleich zu 2013 wurden 65 Prozent mehr Kaufverträge abgeschlossen. Die Hälfte der Käufer stammte aus Leipzig.

Auch der Grundstücksmarkt zieht an – Gewerbeimmobilien schwächeln

Die Verkäufe von bebauten Grundstücken zogen um vier Prozent an. Wechselten 2012 1451 Einheiten den Besitzer, waren es 1509 im Jahr 2013. Die mit bebauten Grundstücken erzielten Umsätze stiegen um fünf Prozent an: 886 Millionen Euro wurden durch Veräußerungen erlöst. Im Teilmarkt der unsanierten Mehrfamilienhäuser zogen die Preise im Schnitt sogar um 20 Prozent an. Auch die Preise für sanierte Mehrfamilienhäuser legten zu: um durchschnittlich fünf Prozent.

Bei unbebauten Grundstücken weist das Papier ein Plus von drei Prozent auf nunmehr 772 Verkäufe im Jahr 2013 auf. Die Preise für unbebaute Fläche stagnierten mit einem Anstieg um weniger als ein Prozent jedoch. 83 Millionen Euro wurden in diesem Teilbereich umgesetzt.

Der Markt der Gewerbeimmobilien schwächelt hingegen. Die Zahl der Verkäufe von gewerblichen Baugrundstücken war rückläufig. Die Preise stagnierten auf dem Niveau von 2012. Bei bebauten Flächen gingen sowohl Verkaufszahlen als auch die erzielten Preise zurück.

Der Grundstücksmarktbericht 2013 wurde vom Gutachterausschuss der Stadt Leipzig erarbeitet, einer unabhängigen Behörde der Kommune. Derzeit überarbeitet die Stadt ihr Wohnungspolitisches Konzept.

Johannes Angermann

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