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Lokales Wohnungskauf in Leipzig oft billiger als Miete
Leipzig Lokales Wohnungskauf in Leipzig oft billiger als Miete
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00:39 06.08.2015
Viele Leipziger, die bislang zur Miete wohnen, könnten mit einem Kauf Geld sparen. (Archivfoto) Quelle: Leipzig report
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Leipzig

Nicht mal zwei von zehn Haushalten leben in Leipzig laut Amt für Statistik und Wahlen in den eigenen vier Wänden. Dabei könnten viele Messestädter, die bislang zur Miete wohnen, mit Eigentum durchaus viel Geld sparen – in einzelnen Lagen mehr als 300 Euro im Monat. Zu diesem Ergebnis kommt der „Wohnatlas 2015“, der am Dienstag veröffentlicht wird.

Das Wirtschaftsinstitut Prognos hatte dazu im Auftrag der Postbank Daten zum Immobilienmarkt und zu den Einkommensverhältnissen in Leipzig analysiert und ermittelt, wie hoch Miete und Kauf ein durchschnittliches Haushaltseinkommen in einzelnen Stadtteilen belastet. Neben moderaten Preisen sind die derzeit niedrigen Zinsen ein Grund für lohnende Immobiliengeschäfte. Je nach Lage, Haushalts- und Wohnungsgröße kann sich ein Kauf – 20 Prozent Eigenkapital vorausgesetzt – bis zu einem Zinssatz von sieben Prozent lohnen. Nur bei größeren Wohnungen liegt die Grenze deutlich darunter, so die Analysten.

Sparpotenzial: „Vor allem in Dölitz und Zweinaundorf können beim Kauf einer 70-Quadratmeter-Wohnung mehr als 200 Euro im Monat gespart werden“, sagt Silke Hunger, Leiterin der DSL Bank Leipzig. Wer in Mockau und Schönefeld eine Wohnung kauft statt mietet, hat um die 200 Euro im Monat übrig.  Größere Wohnungen sind vor allem am Stadtrand billiger zu kaufen als zu mieten. So lässt sich beispielsweise bei 110 Quadratmetern die Haushaltskasse in Liebertwolkwitz um 348 Euro und in Engelsdorf um 339 Euro im Monat entlasten. In Anger-Crottendorf und Altwest sind es immerhin noch um die 300 Euro.

Paare ohne Kind: Für sie ist Wohneigentum in Engelsdorf am günstigsten. Dort müssen nur 13,5 Prozent des Haushaltseinkommens für die Finanzierung einer Eigentumswohnung veranschlagt werden. „Selbst in zentralen und begehrten Lagen wie dem Waldstraßenviertel mit seinen Gründerzeithäusern und Gohlis können Paare noch bezahlbare Eigentumswohnungen finden“, erklärt Hunger. Als bezahlbar gilt, wenn die Finanzierungslast bei maximal 40 Prozent des Haushaltseinkommens liegt. Für die Kaltmiete wird die Belastungsgrenze bei 30 Prozent gezogen.

Paare mit Kind: Familien finden vor allem in Wahren und Wiederitzsch attraktive Einfamilienhausstandorte. Für ein Haus müssen sie 35 Prozent ihres Familieneinkommens aufbringen. Mit etwas Glück werden sie aber auch zwischen Hauptbahnhof und Palmengarten oder in Gohlis fündig, wo sich kleine Häuser mitunter schon mit weniger als 25 Prozent des Monatsbudgets  finanzieren lassen.

Singles: Als Einzelperson kommt man in Mockau, Zweinaundorf und Paunsdorf am günstigsten zu Wohneigentum. Eine 70-Quadratmeter-Wohnung schlägt dort mit einem Fünftel des Haushaltseinkommens zu Buche. Mieten verschlingen dagegen in vergleichbaren Wohnungen zwischen 27 und 31 Prozent des Budgets. Deutlich tiefer müssen Singles in Trend-Stadtteilen in die Taschen greifen. In Connewitz werden für eine eigene Wohnung 32 Prozent, in der Südvorstadt sogar 40 Prozent des Einkommens fällig.

Laut einer Bürgerumfrage des Statistikamtes wächst die Bereitschaft, Wohneigentum zu erwerben, mit dem Haushaltseinkommen. Während nur vier Prozent der Leipziger Haushalte mit einem Nettoeinkommen unter 1100 Euro in den eigenen vier Wänden leben, sind es bei Einkommen ab 3200 Euro schon 41 Prozent.

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