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Wolf Biermann stellt Autobiografie in Leipzig vor

Im Zeitgeschichtlichen Forum Wolf Biermann stellt Autobiografie in Leipzig vor

Der Besucherandrang war groß: Liedermacher-Legende Wolf Biermann stellte am Freitagabend im Zeitgeschichtlichen Forum seine Autobiografie vor. Sohn Manuel Soubeyrand las Teile daraus vor.

Im Gespräch mit dem Journalisten Ralf Öhler stellte Wolf Biermann am Freitagabend seine Autobiografie in Leipzig vor.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig . Riesenansturm im Zeitgeschichtlichen Forum: Wolf Biermann, der bald 80 wird, stellte am Freitagabend im Gespräch mit dem „Zeit“-Journalisten Andreas Öhler seine jüngst erschienene Autobiografie vor. Manuel Soubeyrand (59), Sohn des Künstlers und Theatermacher, trug Auszüge vor. Der mehr als 500 Seiten starke Band heißt wie einer der bekanntesten Songs der Liedermacher-Legende „Warte nicht auf bessre Zeiten!“.

Ausgangspunkt der fesselnden, mit biermannscher Sprachwucht erzählten Lebensgeschichte ist die Ermordung des jüdischen Vaters durch die Nazis, die das Fühlen und Denken des kraftvollen Poeten bis heute prägt. Biermann, der als Hamburger Jungkommunist DDR-Bürger wurde, erzählt von seinen Konflikten mit den Machthabern, die den singenden Lyriker Anfang der 1960er-Jahre als Troubadour feierten, ihm dann aber einen Maulkorb verpassten. Er bekannte sich zwar zum Kommunismus, lehnte die SED-Politik aber zunehmend ab.

Der Künstler berichtet im Lebensrückblick von seinen Gesprächen mit Margot Honecker und erzählt von seiner einstigen Liebe zu Defa-Star Eva-Maria Hagen, deren Tochter Nina sich als Kind über seine Ulbricht-kritischen Töne empörte. Biermanns Ausbürgerung im November 1976 löste unter ostdeutschen Künstlern breite Proteste aus, die das Regime in eine tiefe Krise stürzten.

Zu Leipzig hat der Sänger bis heute eine besondere Beziehung: Hier gab er am 1. Dezember 1989 vor 5000 Menschen sein erstes DDR-Konzert nach Jahrzehnten. Ost- und West-TV übertrugen den bewegenden Auftritt.

A. G.

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