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Lokales Kriminelles Jubiläum: 400-mal Mord und Totschlag
Leipzig Lokales Kriminelles Jubiläum: 400-mal Mord und Totschlag
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20:11 29.11.2018
Die Schauspieler Steffen Schroeder, Neuzugang Amy Mußul, Melanie Marschke und Marco Girnth (von links) stehen für die 400. Folge vor der Kamera. Quelle: Foto: Sebastian Willnow
Leipzig

Mord in Connewitz! Ein Fall, der die Soko Leipzig in die Schlagzeilen bringt – denn es handelt sich um den Jubiläumsdreh zur 400. Folge der ZDF-Krimireihe. Diese Woche laufen die Dreharbeiten für „Connewitz hilft“, in dem es um einen Nachbarschaftshilfe-Verein geht. Zugleich wird es ein sehr persönlicher Fall für die neue Kommissarin im Team. Kim Nowak, gespielt von der 27-jährigen Amy Mußul, gehört schon seit ein paar Monaten zum Darstellerteam. Erstmals auf dem Bildschirm taucht sie am 1. Februar 2019 auf.

Seit 2001 erfolgreich im Fernsehen – gerade wird 400. Folge gedreht

Einzige Soko zur Primetime

Zwei Schauspieler sind von Anfang an dabei: Melanie Marschke (48) und Marco Girnth (48). Der Berliner Girnth erinnert sich an die erste Szene, die im Krankenhaus spielte. „Alle waren reichlich nervös. Keiner wusste, wie sich die Serie entwickelt. Wenn wir Glück haben, gibt es eine zweite Staffel, dachten wir damals.“ Aktuell wird die 19. Staffel gedreht, die 20. ist in Vorbereitung. Das 20-jährige Jubiläum rückt in greifbare Nähe und ist in der Planung auch schon bedacht. Im Januar 2001 ging die Soko Leipzig auf Sendung – auf Anhieb so erfolgreich, dass sie zwei Jahre später einen Platz in der Primetime bekam. Als einzige der insgesamt zehn ZDF-Sokos; alle anderen laufen im Vorabendprogramm.

Spannende aktuelle Drehbücher

Melanie Marschke ist extra wegen der Rolle nach Leipzig gezogen und hat in Leipzig Familie gegründet. Die übrigen Hauptdarsteller leben in Berlin oder Potsdam, haben aber alle eine kleine Wohnung in Leipzig. „Ich mag Leipzig sehr gerne“, erzählt Steffen Schroeder (44), der 2011 zur Soko kam und in der Südvorstadt wohnt, wenn er in Leipzig dreht. „Das ist der längste durchgängige Job, den ich in meinem Leben gemacht habe“, so der Schauspieler. Dass seine Figur Tom Kowalski kein einfacher Typ ist, der oft krumme Wege geht, und dass in den Drehbüchern immer wieder aktuelle Themen aufgegriffen werden, macht die Krimireihe für ihn so spannend.

Fäden laufen im Grafischen Viertel zusammen

Die Schaltzentrale der preisgekrönten Soko Leipzig befindet sich im Reclam-Carree in der Inselstraße. Auf zwei Etagen laufen alle Fäden zusammen: im ersten Stock die Büroarbeit von Buchentwicklung über Motivsuche bis Produktion und zum Schnitt. Im Souterrain befinden sich das Studio und der Kostümfundus. Hinzu kommt der Wagentross draußen auf der Straße.

Außendrehs zeigen Leipzig, wie es wirklich ist

Dass die Soko Leipzig gerade mal 400 Folgen produziert hat, während die ARD-Klinikserie „In aller Freundschaft“ – nur etwas mehr zwei Jahre früher gestartet – bereits rund 850 Folgen aufweisen kann, liegt an dem hohen Anteil an Außendrehs. „In aller Freundschaft“ entsteht vorwiegend im Studio. „Unsere Serie ist keine Studioproduktion, die Außendrehs sind uns sehr wichtig. Und da zeigen wir nicht nur die Postkartenmotive von Leipzig, sondern die Stadt, wie sie ist“ betont Produzentin Henriette Lippold.

Wunsch fürs neue Jahr: Ein Fall bei RB Leipzig

Die 36-Jährige kam 2004 als Praktikantin zur Krimireihe. Inzwischen ist sie von ganz unten nach ganz oben aufgestiegen – auf den Job der Produzentin. Fürs neue Jahr hat sie einen guten Vorsatz: „Ich möchte unbedingt mal was mit RB Leipzig machen.“ Auch im Gewandhaus würde sie gern mal wieder drehen. Eins hat die Soko Leipzig nicht geschafft: „Am City-Tunnel sind wir gescheitert, da haben wir keine richtig gute Geschichte hingekriegt“, bedauert Lippold.

Von Kerstin Decker

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