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Lokales Zahl der Verkehrsunfälle in Leipzig war 2014 so gering wie noch nie
Leipzig Lokales Zahl der Verkehrsunfälle in Leipzig war 2014 so gering wie noch nie
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22:49 04.02.2015
(Symbolfoto) Quelle: dpa

Erstmals seit der Wende wurden damit weniger als 14000 Unfälle registriert. Zum Vergleich: 2013 waren es noch 14.010, im Jahr davor 14.485 Unfälle.

Bis zum Jahr 2005 lag der Wert jeweils über 15.000, in den Neunzigern teilweise sogar deutlich höher.

Die Entwicklung ist umso erfreulicher, weil in Leipzig immer mehr Kraftfahrzeuge angemeldet werden. Deren Zahl steigt seit langem um etwa 5000 pro Jahr. Zuletzt waren es rund 24.0000.

Der Rückgang bei den Unfällen sei ein Ergebnis vieler Bemühungen, erklärt Michael Jana, amtierender Leiter im Verkehrs- und Tiefbauamt. Zum Beispiel seien bereits 90 Prozent der Straßen außerhalb des Hauptmagistralen-Netzes als Tempo-30-Zonen ausgewiesen. Mittlerweile müssten Straßenbahnen auch tagsüber mit Licht fahren. Das Radwege-System werde immer besser ausgebaut.

Besonders gut sei Leipzig beim Schutz von Kindern. "Die Messestadt-Verkehrswacht, Polizei und LVZ leisten da mit der Abc-Schützen-Aktion eine tolle Arbeit", lobt Jana. Vor den meisten Schulen und Kindergärten wurden Geschwindigkeitsreduzierungen eingeführt. Auf Initiative von SPD und Grünen prüfe sein Amt gegenwärtig noch mal alle Standorte, wo dies noch nicht erfolgte. Für eine Stadt mit 550.000 Einwohnern sei es beachtlich, dass in den letzten zehn Jahren allein in einem tragischen Fall ein Kind im Straßenverkehr ums Leben kam. Dabei war 2013 ein achtjähriges Mädchen auf die Straße gelaufen, nachdem es sich von der Mutter losgerissen hatte.

Dennoch - auch die aktuelle Statistik weist auf gravierende Probleme hin. So stieg die Zahl der Unfallfluchten erneut an. Mit 4157 lag sie höher denn je. Auch bei den Verletzten wurde im vergangenen Jahr ein trauriger Rekord erreicht: 2434 Personen kamen auf den Straßen zu Schaden (2013: 2296). Nach jeweils 14 Todesfällen in den beiden vorangegangenen Jahren büßten 2014 noch zehn Menschen bei Verkehrsunfällen ihr Leben ein.

Die negative Entwicklung bei den Verletzten entspreche leider einem bundesweiten Trend, erläutert Jana, der zugleich Vorsitzender der Leipziger Unfallkommission ist (siehe Beitrag links). Insgesamt betrachtet würden die Autos immer größer und schwerer, auch die Fahrräder immer schneller. "Von Einteilungen wie Rüpelradler halte ich aber nichts. Jede Gruppe macht andere Fehler. Manche Autofahrer rasen oder halten den Sicherheitsabstand nicht ein. Fußgänger laufen an Stellen über die Straße, wo das verboten ist. Es wäre schon viel gewonnen, wenn sich alle klar machten, dass sie damit Gesundheit und Leben von sich selbst und von anderen gefährden."

Jens Rometsch

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