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Lokales Tausende Besucher beim Leipziger Wasserfest
Leipzig Lokales Tausende Besucher beim Leipziger Wasserfest
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19:39 19.08.2018
Der Start des Entenrennes beim Leipziger Wasserfest. Quelle: Christian Modla
Leipzig

Leipzig wird Klein-Paris genannt, ist aber ebenso ein Klein-Venedig. Tausende strömten am Wochenende ans Wasser. Nicht nur zum Baden. Ahoi hieß es wieder zum Wasserfest, das die Leute ans Elsterflutbett, an und auf den Karl-Heine-Kanal und zu vielen Perlen am Wasser lockte. „Wir haben hier eine geile Atmosphäre. Das hat mich einige Goldbarren und eine Meuterei gekostet“, sagt der Piratenkapitän nicht bierernst.

Im Stadtteilpark Lindenau und am Karl-Heine-Kanal hat sich ein Piratencamp etabliert, das Familien mit Kindern anzieht. Die können Kostüme basteln, Schiffsknoten und das richtige Angeln lernen. „So viele Menschen hatten wir hier noch nie“, freut sich Jens Wohlert, der Piratenkapitän. „Alles steht und fällt mit der Crew aus verrückten Ehrenamtlern“, so der 52-Jährige.

Einer aus der Crew ist Maik Pinow, der am Sonnabend den Jungs beim Schrauben und Hämmern hilft. Die basteln eigene Schwimmgefährte wie Flöße, die bei der Bootsparade am Sonntag ihre Wassertaufe bestehen müssen. „Ich passe auf, dass mit dem Bohrer, dem Akkuschrauber und den Maschinen nichts passiert“, erklärt er. Der Katamaran, den Veit Uhle mit seinen Kindern baut, hat da längst seine Wassertauglichkeit bewiesen. Urias (11), Annelie (9) und Aron (7) sind mit Eifer dabei, auch ihr Freund Friedrich (11) hilft mit. „Mein Großer ist Techniker und will überall bauen. Die Kinder haben mich überzeugt mitzumachen. Den Gefallen tue ich ihnen gern“, sagt der 47-jährige Connewitzer.

Impressionen vom Leipziger Wasserfest 2018

Und ist am Sonntag mittendrin bei der Bootsparade, die vom Karl-Heine-Kanal zum Elsterflutbett schippert. Mit alten Bekannten wie der „Badewanne des Todes“ oder „Trabi Schorsch“ gibt es dort ein Wiedersehen. Alle neuen Kreationen, die die Bootsparade überstanden haben, sind für die Regatta Royale qualifiziert. Geschwindigkeit, Geschicklichkeit, Kreativität gilt es da zu beweisen, um als „König der Eigenbauten“ gekürt zu werden. Die Teams müssen nach einem Parcours Bälle in einen Basketballkorb werfen sowie Plasteeier per Käscher aus dem Elsterflutbett fischen.

Ob jemand gedopt ist, spielt keine Rolle – schließlich wird auch Eleganz und Grazie gewertet. Die Punkte werden recht großzügig vergeben. „Wenn es fair wäre, würde es keinen Spaß machen“, witzelt Thomas Paarmann, dessen Agentur das Wasserfest für dem Verein Wasser-Stadt Leipzig organisiert. Auch ein Klatschvotum gibt es. Die „schöne Helena“, eine 15-Jährige, muss sich dem lautstarken Team „Durchgedreht“ geschlagen geben.

Vergnüglicher Höhepunkt ist wie immer der Wettlauf der gelben Gummienten, bei dem die Losbesitzer mitfiebern, ob ihnen die Strömung und damit das Lotterieglück hold ist. „Ich bin zufrieden. Der Zuspruch ist riesig. Durch die Hitze waren allerdings weniger Boote bei der Parade dabei“, so Sabine Heymann, die Vereinschefin. Kleiner Wermutstropfen: Diebstähle in der Nacht zum Sonntag, die Ruderteams sind betroffen. Auch das Deutsche Rote Kreuz hat alle Hände viel zu tun. „Wir hatten über 60 Einsatze, davon allein 40 wegen Wespenstichen“, so Einsatzleiterin Isabel Kardetzky.

Mathias Orbeck

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