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Lokales Zaun im Leipziger Auwald: Forschungskran ist nach Hochwasser noch immer beschädigt
Leipzig Lokales Zaun im Leipziger Auwald: Forschungskran ist nach Hochwasser noch immer beschädigt
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18:28 20.08.2013
Das Areal um den Auwaldkran ist mit einem Gitterzaun abgesperrt. Quelle: Armin Kühne
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Leipzig

„Der Kran wurde dabei unterspült und hat sich um rund einen Meter geneigt“, sagte Christian Wirth, Professor für funktionelle Botanik an der Universität Leipzig. Es bestehe nach wie vor die Gefahr, dass er umkippe. Zum Schutz habe die Hochschule jetzt im Radius von 70 Metern einen Zaun aufstellen lassen. Zuvor hatte nur Flatterband vor der Gefahr gewarnt.

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Das genaue Ausmaß des Schadens ist noch immer unklar. „Experten der Mibrag haben sich den Kran angeschaut, nächste Woche will ein Unternehmen aus Halle seine Leute schicken“, so Wirth. Erst wenn die genauen Expertisen vorlägen, könne eine Strategie zur Reparatur erarbeitet werden. „Für so einen Schaden hat man keine Gebrauchsanleitung im Regal“, meint der Professor. Klar ist auch, die Instandsetzung gibt es nicht zum Nulltarif. Zahlen kann Wirth noch nicht nennen. „Wir haben aber bereits Fluthilfe beantragt“, sagt der Biologe.

Verzichten will er auf den 2001 installierten Kran keineswegs. Ein Doktorand stehe bereits in den Startlöchern. Er soll die Kühlwirkung des Auwalds untersuchen und dabei auch die Temperaturen der Blätter auf Baumkronen messen. Der Kran sei für solche Untersuchung ideal. Forscher könnten in eine Gondel klettern und sich über einen 45 Meter langen Arm bequem den Messpunkten nähern. Ohne das Bauwerk lasse sich die Arbeit nur mühsam mit viel Kletterei umsetzen.

Nicht zuletzt sei der Kran auch für das in Leipzig entstehende Biodiversitätszentrum eine wichtige Plattform. „An der Einrichtung hängen immerhin acht Professuren“, berichtet Wirth. Leipzig hatte sich mit seinen Uni-Partnern Jena und Halle-Wittenberg in der Endrunde gegen die FU Berlin durchgesetzt. Insgesamt 15 Hochschulen hatten sich beworben. Das Zentrum wird für zunächst vier Jahre mit 33 Millionen Euro gefördert.

Der Kran steht seit 2001 im Auwald. Wirths Vorgänger, der inzwischen verstorbene Hochschullehrer und Botanik-Chef der Universität, Wilfried Morawetz, ließ ihn aufstellen. In den Jahren darauf machten die Forscher spektakuläre Entdeckungen und gestochen scharfe Fotos. So wiesen sie im Jahr 2003 Laubfrösche in 25 Metern Höhe, inmitten dichter Baukronen, nach.

Matthias Roth

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