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Lokales Zebrastreifen am Kreisverkehr in der Leipziger Karl-Tauchnitz-Straße: Petition vor Ablehnung
Leipzig Lokales Zebrastreifen am Kreisverkehr in der Leipziger Karl-Tauchnitz-Straße: Petition vor Ablehnung
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20:02 19.05.2014
Tino Supplies vom Leipziger Ökolöwen. (Archivfoto) Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Die Ratsversammlung folgt in der Regel den Empfehlungen des zuständigen Ausschusses – und der hat sich bereits gegen die Zebrastreifen ausgesprochen. Nach Angaben des Leipziger Ökolöwen ging das Votum jedoch auf eine Falschinformation durch die Stadtverwaltung zurück.

„Grundlage für die Entscheidung pro oder contra Zebrastreifen ist die Zahl der Fußgänger, die am Kreisverkehr unterwegs sind“, erklärte Tino Supplies, verkehrspolitischer Sprecher des Umweltbundes. Die Verwaltung habe den Fußverkehr aber überhaupt nicht gezählt, lautet nun der Vorwurf des Ökolöwen an das Verkehrs- und Tiefbauamt, auf dessen Stellungnahme die Position des Petitionsausschusses basiert. Ohne eine Zählung könne das Rathaus jedoch nicht behaupten, dass Fußgängerüberwege an dem Kreisverkehr nicht möglich seien, so Supplies.

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Anwohner Carsten Möller: „Wie sollen die Kinder die Straße kreuzen?“

Vor der endgültigen Entscheidung im Stadtrat appelliert Anwohner Carsten Möller an die Abgeordneten, sich doch noch für die Zebrastreifen auszusprechen. Er und seine Unterstützer hatten für die Petition etwa 700 Unterschriften zusammengetragen. „Gerade weil das Verkehrsaufkommen so hoch ist, brauchen wir doch sichere Übergänge in die Parks“, sagt Möller und fragt: „Wie sollen die Kinder unseres Viertels die Karl-Tauchnitz-Straße kreuzen?“

Zwischen Haydnstraße und Martin-Luther-Ring gebe es keine Möglichkeit, die viel befahrene Straße sicher zu überqueren. „Nicht nur am Kreisverkehr, sondern auch an anderen Stellen müssen dringend geschützte Fußgängerüberwege in den Clara-Zetkin- und den Johannapark geschaffen werden“, fordert Möller. „Zebrastreifen kosten im Grunde nichts, schaffen aber Sicherheit für die Fußgänger.“

An den Aus- und Einfahrten des Kreisverkehrs in der Karl-Tauchnitz-Straße sollen nach seiner Sanierung Verkehrsinseln für die Sicherheit der Fußgänger sorgen. Anwohner fordern Zebrastreifen. (Archivfoto) Quelle: Andr Kempner

Dass Passanten am Kreisverkehr ungefährdet über die Fahrbahn gelangen, sieht der Petitionsausschuss jedoch schon durch die aktuellen Planungen gesichert: In der Mitte der Ein- und Ausfahrten werden kleine Verkehrsinseln errichtet. In seiner Stellungnahme verweist das Gremium zudem auf die Straßenverkehrsordnung, wonach Autofahrer an Kreisverkehren besondere Rücksicht auf Fußgänger nehmen müssen. „Es wird eingeschätzt, dass die Markierung zusätzlicher Fußgängerüberwege in diesem Fall zu keiner erhöhten Verkehrssicherheit führt“, konstatiert der Petitionsausschuss.

maf

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