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Lokales Zehn Euro pro Leipziger: ADFC und Ökolöwe fordern Mehrausgaben beim Radverkehr
Leipzig Lokales Zehn Euro pro Leipziger: ADFC und Ökolöwe fordern Mehrausgaben beim Radverkehr
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15:20 18.09.2012
Quelle: Peter Endig
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Leipzig

Pro Einwohner in Leipzig müssten in den Haushaltsplanungen zehn Euro eingestellt werden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der beiden Verbände. Das entspricht einem Gesamtaufwand von mehr als fünf Millionen Euro. Am kommenden Samstag rufen Ökolöwe und ADFC deshalb zu einer Fahrrad-Demonstration durch die Messestadt auf.

Der bis 2020 geltende Radverkehrsentwicklungsplan der Stadtverwaltung sieht bisher nur eine Erhöhung auf jährlich etwa 2,65 Millionen Euro vor. „Dies ist aus Sicht der Verbände ein erster richtiger Schritt, reicht jedoch für eine eigenständige Radverkehrsförderung bei weitem nicht aus“, hieß es am Dienstag. Derzeit richte sich der Radewegbau vornehmlich nach dem Straßenbauvorhaben und diese führe zu Lücken im Radewegenetz. „Schaut man sich echte Fahrradstädte wie Kopenhagen und Groningen an, dann werden dort 19 oder 26 Euro pro Einwohner und Jahr als eigenständige Positionen für den Radverkehr veranschlagt“, erklärte Ökolöwen-Sprecher Tino Supplies.

Leipzig. Nach Ansicht des Umweltverbands Leipziger Ökolöwe und des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) sollten die kommunalen Ausgaben für den Radverkehr deutlich erhöht werden. Pro Einwohner in Leipzig müssten in den Haushaltsplanungen zehn Euro eingestellt werden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der beiden Verbände.

Leipzig will die Radverkehrsausgaben auch deshalb erhöhen, weil Bund und Freistaat ihre Zuschüsse verringern. Nach Angaben von Alexander John, Leipziger ADFC-Vorsitzender, geben Staat und Land im kommenden Jahr zusammen gerade einmal noch 1,50 Euro pro Einwohner für den Radverkehr aus.

Die Fahrraddemo beginnt am Samstag um 16 Uhr auf dem Augustusplatz und führt von dort über Südvorstadt und Connewitz bis zum Westwerk im Stadtteil Plagwitz.

mpu

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