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Lokales Zehn Hundetoiletten für den Clara-Park
Leipzig Lokales Zehn Hundetoiletten für den Clara-Park
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00:21 08.10.2017
Wie schon bei öffentlichen Toiletten fehlt es auch an einem Abfallkonzept, das die Hinterlassenschaften der tierischen Besucher in den Leipziger Stadtparks berücksichtigt. Die Grünen fordern die Aufstellung von Hunde-Toiletten. Quelle: Andre Kempner
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Leipzig

In diesem Monat soll der Stadtrat über das von Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) vorgelegte Entwicklungskonzept für den Clara-Zetkin-Park und den Johannapark entscheiden. Ein wichtiges Thema fehlt nach Ansicht der Grünen-Ratsfraktion in dem Papier jedoch völlig: Hunde im Park.

Dabei ist die grüne Lunge auch bei Hundehaltern ein beliebtes Ausflugsziel. Sie führen gern ihre Vierbeiner dorthin ins Grüne. Doch wie schon bei öffentlichen Toiletten fehlt es auch an einem Abfallkonzept, das die Hinterlassenschaften der tierischen Besucher berücksichtigt. Daher fordern die Grünen jetzt, die Aufstellung sogenannter Hundetoiletten in das Parkkonzept mit aufzunehmen. Das sind Abfallbehälter mit einem Spender für die Tütchen, in die Herrchen oder Frauchen das Häufchen ihres Hundes verstauen können. Zehn solcher Hundetoiletten, fordert die Tierschutzbeirätin der Fraktion, Alrun Tauché, sollten durch die Kommune aufgestellt werden.

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Die CDU hatte bereits vor vier Jahren einen ähnlichen Vorstoß unternommen. Den hatte die Verwaltung jedoch abgelehnt. „Die Stadt wollte stattdessen Private motivieren, Hundetoiletten zu finanzieren. Aber da ist nichts passiert.“ Schlimmer noch: Der Ortsvorsteher von Miltitz, Heinz Walther, berichtete in dieser Woche auf der Sitzung des Ortschaftsrates, dass ein privater Sponsor in Miltitz am Park auf eigene Kosten Hundeklos aufstellen wollte. Das habe das zuständige Fachamt jedoch verhindert – mit dem Hinweis, dass es in dem betreffenden Gebiet vier Papierkörbe geben, ergo kein Bedarf bestehe.

„In Baden-Württemberg wurden damit gute Erfahrungen gemacht“, verteidigt Tauché die Hundeklo-Initiative. In der Schweiz werde die Hundesteuer sogar zweckgebunden zur Verbesserung des Hundemanagements eingesetzt.

In der Leipziger Polizeiverordnung ist das Thema Hundenotdurft zwar geregelt. Danach müssen Hundehalter nicht nur die Häufchen wegräumen. Sie sind sogar verpflichtet, „Hilfsmittel für Aufnahme und Transport mitzuführen und auf Verlangen den hierzu befugten Kontrollkräften der Kreispolizeibehörde vorzuweisen“. Dennoch sehen die Grünen die Kommune in der Pflicht. „Die Stadt verdient an Hunden, da muss sie den Haltern auch ein Angebot machen und kann nicht immer nur Restriktionen verhängen.“ Nach Aussagen des Finanzdezernates haben die 16 000 Hundehalter in Leipzig im vergangenen Jahr 1,72 Millionen Euro Hundesteuer gezahlt. 96 Euro sind für den ersten Hund fällig, jeder weitere Hund kostet 192 Euro.

Klaus Staeubert

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