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Lokales Zieht die Förderschule Thonberg auf die Alte Leipziger Messe?
Leipzig Lokales Zieht die Förderschule Thonberg auf die Alte Leipziger Messe?
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23:59 25.06.2014
Als mögliches neues Zuhause der Förderschule Thonberg im Gespräch: die leerstehende Halle 13 auf dem alten Messegelände. Quelle: Wolfgang Zeyen

Sie will prüfen lassen, ob die Halle 13 nicht das neue Zuhause der Förderschule Thonberg werden kann. Hintergrund: Die Bildungseinrichtung für geistig behinderte Kinder soll nach ersten Vorstellungen der Stadtverwaltung in die Paunsdorfer Hainbuchenstraße umziehen. Derzeit teilt sie sich mit der 77. Grundschule in der Riebeckstraße ein Gebäude. Doch Eltern wehren sich gegen die Rathaus-Pläne, befürchten, dass der Umzug von Thonberg nach Paunsdorf einem "Abschieben unserer Schüler an den Stadtrand" gleichkommt. Gerade wurden die Pläne fürs Erste aufs Eis gelegt. Bis 2016 bleibt die Förderschule auf jeden Fall am Standort Riebeckstraße 50 (die LVZ berichtete).

Die CDU schlägt derweil eine Alternative vor: die Halle 13 auf dem alten Messegelände. Für das Gebäude gibt es Pläne: Es soll ein Haus für Kinder mit Grundschule, Kita und einem großen Indoorspielplatz werden. Dahinter steckt der Verein Pavillon der Hoffnung, der nebenan - in der ehemaligen Messehalle 14 - ein ökumenisches Zentrum betreibt. Auch die August-Hermann-Francke-Grundschule, eine freie Bildungsstätte mit christlichem Bekenntnis, ist in der Halle 14 beheimatet. "Die Schule will expandieren, künftig zwei Parallelklassen anbieten", bestätigt Karsten Albrecht, Geschäftsführer des Vereins Pavillon der Hoffnung und zugleich Stadtrat mit CDU-Mandat. "Mir geht es darum, einen Prüfauftrag anzustoßen. Bei der inhaltlichen Diskussion werde ich mich allerdings für befangen erklären", sagte er gestern auf LVZ-Anfrage. Derzeit werde über verschiedene Optionen verhandelt, wie die Halle 13 mit Hilfe privater Investoren ausgebaut werden könne. "Für die Förderschule Thonberg wäre da noch Platz." Deren Schüler könnten so im Leipziger Südosten bleiben, "die Nähe zu den Behindertenwerkstätten der Diakonie am Thonberg und der Caritas in Meusdorf wäre auf der Alten Messe weiterhin gewährleistet", nannte Albrecht die Vorteile. Eine Umnutzung des leerstehenden Gebäudes sei außerdem mit den Entwicklungszielen für das einstige Ausstellungsareal vereinbar. Auch Freiflächen gebe es. "Die Halle könnte nach den Wünschen der Förderschule ausgebaut werden." Und die Stadt müsse lediglich einen langfristigen Mietvertrag unterschreiben, erläuterte Albrecht.

Die Botschaft aus dem Hoffnungspavillon macht den Müttern und Vätern der geistig behinderten Mädchen und Jungen Mut. "Ich bin begeistert", bekannte Elternsprecher Reinhard Geßner frank und frei. "Natürlich wäre in der Halle 13 baulich noch einiges zu richten, aber die Idee hat Charme." Man werde sich im Zuge der aktuellen Debatte mit dem Thema "ganz bestimmt beschäftigen", kündigte Geßner an. "Aber auch an unseren Alternativvorschlägen zum Umzug nach Paunsdorf werden wir weiterarbeiten", sagte er. Die Schulkonferenz der Förderschule hatte der Stadtverwaltung unter anderem vorgeschlagen, auf Freiflächen neben dem bisherigen Standort Riebeckstraße 50 einen Anbau oder einen Container-Neubau zu errichten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.06.2014

Welters, Dominic

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