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Lokales Zoo Leipzig - Nur die Harten bleiben im Garten, die anderen überwintern drinnen
Leipzig Lokales Zoo Leipzig - Nur die Harten bleiben im Garten, die anderen überwintern drinnen
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01:00 06.11.2013
Kurator Ruben Holland (links) hat eine Höckerglanzgans fest im Griff, Christoph Urban bringt drei Witwenpfeifgänse zur Transportkiste. Quelle: André Kempner

Dort bleiben sie bis zum Frühjahr.

Tierpfleger Christoph Urban (30) hat einen Plan. Mit Körnern will er seine Schützlinge in einen umzäunten Bereich locken, an Teich 1 hinter der Seebärenanlage. Doch die Tiere riechen den Braten, flattern davon. Beim zweiten Versuch klappt es besser. Vier Mann, vier Kescher, beherztes Handeln - bald sitzt das Federvieh in großen Transportkisten und tritt die Reise ins Zoo-Hinterland an. "Unsere tropischen Enten würden im Winter erfrieren", erklärt Kurator Ruben Holland (34) die Einfang-Aktion. Sieben Witwenpfeifgänse, ein Paar Höckerglanzgänse und neun Tüpfelpfeifgänse werden planmäßig "eingewintert".

Die Fahrt ging für die "Warmduscher" in ein nagelneues Heim, Erstbezug sozusagen. Sie teilen es sich mit Königsgeiern, Nimmersatten und Zwergpfeifgänsen. Hinter der Tropenhalle Gondwanaland, in einem für Besucher nicht zugänglichen Bereich, hat der Zoo in diesem Sommer eine neue Wasservogelhaltung bauen lassen. Die alte ist abgerissen worden - sie stand dort, wo jetzt der neue Zooausgang an der Pfaffendorfer Straße gebaut wird. Das neue Winterquartier ist 360 Quadratmeter groß und beherbergt auch Aufzuchträume für kleinere Vögel, Quarantäneräume sowie einen Raum mit Brutkästen für das künstliche Ausbrüten von Vogeleiern.

Außer den Wasservögel-Exoten aus tropischen Gefilden leben aber auch viele europäische Enten und Gänse im Zoo. Diese sind die Winterharten, und die bleiben im Garten, auch in der kalten Jahreszeit. Dann zeigen sie sich sogar in ihrem schönsten Prachtgefieder. "Wenn die Balz anfängt, sind Ente und Erpel klar zu unterscheiden", so der Kurator. Für Besucher gibt es daher auch im Winter an den drei Teichen und am Zierentenbecken des Zoos viel zu beobachten. Eine Augenweide sind zum Beispiel die kälteunempfindlichen ostasiatischen Mandarinenten. Im Winter zieht es sogar wild lebende Exemplare dieser Art aus dem Auenwald in den Zoo: Dort finden die Tiere genug Futter, Schwimmmöglichkeiten und die Gesellschaft von Artgenossen. Kerstin Decker

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.11.2013

Kerstin Decker

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