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Lokales Zoo Leipzig zeigt Tierschutzorganisation an – Zoophilie-Vorwurf sei haltlos
Leipzig Lokales Zoo Leipzig zeigt Tierschutzorganisation an – Zoophilie-Vorwurf sei haltlos
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15:56 17.07.2015
Ein Schimpanse aus dem Pongoland im Leipziger Zoo. Quelle: Andreas Doering
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Leipzig

Darin hatte die Organisation eine unbekannte Mitarbeiterin des Tierparks verdächtigt, ein sexuelles Verhältnis mit einem Affen eingehen zu wollen. Der Zoo bezeichnete die Vorwürfe als haltlos.

Hintergrund der Anschuldigung: Bei der WDR-Nachttalkshow Domian hatte sich vergangene Woche Donnerstag eine Anruferin gemeldet, sich als Lena vorgestellt und behauptet, auszubildende Tierpflegerin zu sein. Dann berichtete sie von sexuellen Phantasien mit einem Affen namens Alex, der im vergangenen Sommer in ihren Zoo aufgenommen worden sei. Um welchen Tierpark oder welche Affen-Spezies es sich handelte, sagte die Anruferin allerdings nicht.

Am Freitag teilte PETA mit, Hinweise darauf zu haben, dass es sich bei dem Zoo um den Leipziger Tierpark handeln könnte. Die Organisation erstattete Anzeige beim Veterinäramt Leipzig. Die Behörde solle prüfen, ob der Ordnungswidrigkeits-Tatbestand der sexuellen Handlung mit Tieren erfüllt worden sei, ließen die Tierschützer per Pressemeldung wissen.

Darauf reagierte Leipzigs Zoochef Jörg Junhold nun mit einer Strafanzeige. „Die von PETA erhobenen Vorwürfe sind vollkommen gegenstandslos und entbehren jeglicher Grundlage“, so der Direktor. Weder sei ein Affe namens Alex neu in den Zoo gekommen, noch beschäftige der Tierpark eine Mitarbeiterin namens Lena. Die Tierpfleger hätten darüber hinaus keinen direkten Kontakt zu den im Pongoland lebenden Menschenaffen.

Im Onlineforum Beichthaus.com ist inzwischen ein Geständnis aufgetaucht, wonach die Anruferin bei Domian, die die bizarre Geschichte ins Rollen brachte, in Wirklichkeit eine Ausbildung zur Synchronsprecherin macht. Mit dem Telefonat habe sie beweisen wollen, sich so beherrschen zu können, dass sie bei dem gefälschten Bekenntnis nicht lachen müsse.

Der Zoo Leipzig will nun erreichen, dass der öffentlich geäußerte Vorwurf von PETA ein juristisches Nachspiel hat. „PETA hat zu keinem Zeitpunkt ihrer Recherche beim Zoo Leipzig nachgefragt, sondern ihre Vermutung sofort öffentlich gemacht und damit eine Falschmeldung billigend in Kauf genommen“, kritisierte Junhold. Mit den rechtlichen Schritten wolle sich der Tierpark gegen derart rufschädigende Aktionen wehren.

Clemens Haug

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