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Lokales Zoochef im Endspurt: Jörg Junhold ist noch bis Herbst Chef des Weltzooverbandes
Leipzig Lokales Zoochef im Endspurt: Jörg Junhold ist noch bis Herbst Chef des Weltzooverbandes
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17:20 19.05.2015
Zoochef Jörg Junhold Quelle: Andreas Doering

Dieses Spitzenamt hat ihn auf fast alle Kontinente geführt. Jetzt geht es in den Endspurt - im Oktober gibt der 49-Jährige in Orlando (USA) die Präsidentschaft an einen Amerikaner weiter.

Bangkok, Buenos Aires, Borneo, Südamerika, Abu Dhabi, Melbourne, Südkorea, England oder Ungarn - etwa ein Drittel des Jahres verbringt Jörg Junhold außerhalb Leipzigs. Die nächste Reise führt ihn diesen Sonntag nach Gland (Schweiz), wo er die Halbjahreskonferenz des Waza-Vorstands leitet. Am 19. April hat er für einen Tag Termine in Leipzig, dann fliegt er gleich weiter nach Kapstadt (Südafrika) zum dortigen Regionalverband.

Eine Doppelbelastung, die einerseits eine gewaltige Portion zusätzliches Renommee für Zoo und Stadt Leipzig bringt. Die den bulligen Direktor aber auch manchmal müde und Jetlag-geplagt aussehen lässt. Er gibt zu, dass er trotz 16-Stunden-Arbeitstagen mitunter das Gefühl hat, es gehe nicht schnell genug voran, er bräuchte mehr Zeit für jeden seiner beiden Jobs. Aber dem Leipziger ist klar, dass die Präsidentschaft ein Ritterschlag ist. "Da wird man nur einmal im Leben gefragt." Was Junhold auf keinen Fall missen möchte: "Ich habe unglaublich engagierte Kollegen und andere Kulturen kennen gelernt. Und ich habe gelernt, große Meetings und Konferenzen zu leiten und mich dabei ungehemmt in der Fremdsprache Englisch zu bewegen". Dank seines Teams und seiner Familie, die ihn hundertprozentig unterstützen, sei auch in Leipzig nichts liegen geblieben: "Wir haben den Masterplan fortgeschrieben und die nächsten Bauetappen im Zoo geplant. Nur meine vielen Ehrenämter in Leipzig und meine Hobbys habe ich ruhen lassen, um noch etwas Zeit für meine Familie zu finden."

Was Junhold als Erfolge seiner Waza-Präsidentschaft verbuchen kann: Zuchtprogramme zum Erhalt bedrohter Tierarten, die in Europa und Amerika bereits sehr gut funktionieren, werden nun auch weltweit verzahnt. Im Moment gibt es sechs globale Programme für Sumatra- und Amurtiger, für den Roten Panda, den Java Gibbon, das Goodfellow Baumkänguru und den Blaukappenhäherling. Weitere sind in Prüfung.

Bis zu seiner Amtsübergabe im Oktober will der Präsident noch einen anderen Riesenschritt schaffen: Bis dahin soll der Entwurf einer globalen Tierschutz-Strategie fertig sein. Darin sollen Haltungsrichtlinien für Zootiere festgeschrieben werden, bis hin zur Frage, was mit überzähligen Tieren geschieht.

Nach der Wahl des designierten neuen Waza-Präsidenten Lee Ehmke vom Zoo Minnesota steht der Leipziger Jörg Junhold noch weitere zwei Jahre als Past President beratend im Hintergrund bereit. "Die Einladungen zu Vorträgen, Jubiläen oder Grußworten werden weitergehen. Man bleibt präsent, davon wird Leipzig noch über Jahre profitieren", ist er überzeugt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.04.2013

Decker, Kerstin

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