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Lokales Zu häufig defekt: Leipziger Verkehrsbetriebe wollen Ticketautomaten aus Bussen entfernen
Leipzig Lokales Zu häufig defekt: Leipziger Verkehrsbetriebe wollen Ticketautomaten aus Bussen entfernen
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21:09 22.11.2011
Tickets nur noch beim Fahrer: Aus den Bussen der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) sollen die Fahrkartenautomaten entfernt werden. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Auch ein neues Winterkonzept hat das Unternehmen entwickelt. Nachdem die LVB ihre Fahrgäste im vergangenen Jahr im Schnee stehen gelassen hatten, setzt das Unternehmen in diesem Winter auf einen Katalog von Vorsichtsmaßnahmen.

Da die Ticketautomaten in den Bussen zuletzt immer wieder bemängelt worden waren – noch im Oktober hatten die LVB eine 50-Prozentige Ausfallquote eingeräumt – hat sich das Unternehmen entschieden, die Ticketautomaten auszubauen und stattdessen zusätzlich in den Straßenbahnen einzusetzen. „Wir haben die Entscheidung nach langem hin und her mit dem Hersteller getroffen“, sagte LVB-Vertriebsleiter Holger Klemens am Dienstag gegenüber LVZ-Online. Seit der Anschaffung 2006 seien immer wieder Defekte aufgetreten. „Für uns war das der Grund für einen strategischen Wechsel“, so Klemens.

LVB planen längere Wartezeiten beim Einsteigen ein

Im Dezember solle mit dem Abklemmen der Automaten in den Bussen begonnen werden, so Klemens. „Der Fahrer wird dann der einzige Verkaufspunkt sein.“ Dann können Kunden auch erstmals das Kurzstrecken-Ticket, das für vier Haltestellen gültig ist, beim Fahrer kaufen – bisher war das nur am Automaten möglich. „Sicher müssen wir auch Einschränkungen in Kauf nehmen“, erklärte Klemens und spielt damit auf Gruppentickets und Tagestickets an, die auch in den nächsten zwei Jahren nicht im Bus erhältlich sein werden. Bis Ende 2013 soll das Projekt Rechnergestütztes Betriebsleitsystem (RBL) abgeschlossen sein, bei dem das manuelle Ticketverkaufsystem des Busfahrers durch ein computergestütztes System ersetzt wird.

Dass es ohne Ticketautomaten zu längeren Wartezeiten komme, lasse sich nicht ausschließen. „Für den Fall müssen wir die Fahrpläne nachjustieren“, erklärte Klemens. Dass die Automaten, die zukünftig zur Verstärkung in den Straßenbahnen eingesetzt werden sollen auch dort nicht funktionieren, hält Klemens für unwahrscheinlich. „In den Straßenbahnen setzten wir dieselbe Technik ein, wie in den Bussen. Aber dort funktionieren sie zu 98 Prozent.“

Als Ursache für die häufigen Ausfälle machten die LVB die Erschütterungen aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse verantwortlich, die durch die Schiene deutlich abgemildert würden. Der Hersteller hingegen sieht die Ursachen in der veralteten Technik, die bei den LVB zum Einsatz kommt (LVZ-Online berichtete).

Wie die LVB mit ihrem Mobilitäts-Service einem erneuten Winterchaos vorbeugen wollen, lesen sie auf der zweiten Seite.

Stefanie Büssing

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