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Lokales Zustand schlecht: Brandschutz an Leipziger Schulen wird teurer
Leipzig Lokales Zustand schlecht: Brandschutz an Leipziger Schulen wird teurer
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01:00 18.06.2013
Feuertreppen sind für den Brandschutz einer Schule enorm wichtig. Quelle: André Kempner

Das verteuert die Baukosten bei einigen der 54 laufenden Brandschutzmaßnahmen an Leipziger Schulen. So braucht die Stadt in diesem Jahr 6,6 Millionen Euro zusätzlich. Zurückzuführen ist dies unter anderem auf geänderte DIN-Normen und Anforderungen. Die Kosten wurden teilweise grob geschätzt - anhand realisierter Brandschutz-Projekte in anderen Schulen. Um dennoch im Budget zu bleiben, werden 16 Projekte an Grundschulen, drei an Mittelschulen sowie zwei an Gymnasien verschoben. Darüber muss der Stadtrat auf seiner morgigen Tagung befinden.

165 Millionen Euro haben die Fraktionen des Rates im langfristigen Investitionsprogramm für Schulen bewilligt, das zunächst bis 2016 gilt. "Damit können wir gut planen - und bei der Beseitigung von Mängeln aufholen", sagt Schulbürgermeister Thomas Fabian (SPD). Dabei stehe die Stadt vor einer doppelten Herausforderung. Sie müsse die bestehenden Gebäude "am Laufen" halten, zugleich zusätzliche Bildungsstätten entwickeln, da die Geburten rapide gestiegen sind. Im Investitionshaushalt habe der Schulbau daher hohe Priorität. "Ich bin froh, dass wir mehr Fördermittel für Leipzig akquirieren und unseren eigenen Zuschuss auf jährlich 24 Millionen Euro erhöhen konnten." Dabei gebe es einige Sorgenkinder, bei den der Investitionsbedarf besonders hoch ist, für die bis 2016 aber keine Sanierung geplant ist. Ein Beispiel dafür ist das Max-Klinger-Gymnasium in Grünau. Für das gibt es laut Fabian Überlegungen, es in die Mitte Grünaus zu verlagern. "Da dies momentan nicht zu finanzieren ist, müssen wir uns aber etwas einfallen lassen, die Situation im jetzigen Gebäude zu verbessern", so der Bürgermeister. Ein weiteres Sorgenkind sei die 24. Grundschule in Alt-Paunsdorf. "Da sind größere Investitionen derzeit leider nicht möglich."

Beim Ausbau ihrer Bildungsstätten muss die Stadt allerdings für Tempo sorgen. Einige Schulen sind überfüllt. Absehbar ist, dass beispielsweise die Grundschulplätze in Reudnitz-Thonberg sowie Stötteritz knapp werden. So kann die 77. Grundschule, Riebeckstraße 50, sowie die Franz-Mehring-Grundschule, Gletschersteinstraße 9, ab 2015/16 nicht mehr alle Erstklässler aufnehmen, da die geplanten Erweiterungen noch nicht fertig sind. Die Stadt sucht derzeit nach einem Ausweg.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.06.2013

Mathias Orbeck

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