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Lokales Zuwachs in der Peters- und Hainstraße: Leipzigs City hat bald elf Drogerie-Märkte
Leipzig Lokales Zuwachs in der Peters- und Hainstraße: Leipzigs City hat bald elf Drogerie-Märkte
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00:16 15.11.2016
Im Merkurhaus am Eingang der Petersstraße schließt Anfang 2017 eine weitere Leipziger Filiale des deutschen Marktführers dm-Drogeriemarkt auf. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Manche Leipziger werden sich vielleicht wundern, wenn sie in diesen Tagen durch die Hainstraße bummeln. Erst am 22. September wurde ein dm-Drogeriemarkt im neuen Primark-Haus eröffnet. Diese Filiale in der Hainstraße 21–29 zählt 760 Quadratmeter und ist offenbar gut besucht. Doch genau 50 Schritte weiter, in der Hainstraße 17–19, hängen große Werbeplanen für einen anderen Drogeriemarkt vor dem historischen Jägerhof. „Rossmann – demnächst auch hier“ steht auf den Plakaten und in einem roten Kreis der Eröffnungstermin: 9. Dezember 2016.

Dabei handelt es sich um einen besonders großen Rossmann: Mit 1500 Quadratmetern Mietfläche wird er dem bisherigen Flaggschiff dieser Kette im Drachentöterhaus in Hannover ebenbürtig sein.

Doch damit nicht genug: Nach LVZ-Informationen soll auch im Merkurhaus am Eingang der Petersstraße Anfang 2017 ein Drogeriemarkt an den Start gehen. „Wir haben eine Einzelhandelsfläche von rund 800 Quadratmetern an dm vermittelt“, bestätigte Alexander Folz, Chef der Arcadia Investment Group, auf Anfrage. Es sei bereits die dritte große Vermietung, seit das traditionsreiche Merkurhaus eine denkmalgerechte Überarbeitung der Fassade erhielt und die alten Mietverträge mit KiK und Woolworth aufgelöst wurden. „Die Portallage am Eingang der City sowie nahe der S-Bahn-Station erhielt durch die neu gestaltete Fußgängerzone vor dem Objekt noch eine zusätzliche Aufwertung“, erläuterte Folz. „Daher lag es nahe, das 1937 erbaute Merkurhaus insgesamt höherwertiger zu positionieren.“

Dass ganz in der Nähe schon ein Rossmann im Petersbogen sowie ein dm im Karstadt existieren, spricht aus Sicht des Fachmanns nicht gegen eine weitere Ansiedlung. „Die Drogisten sind bundesweit so erfolgreich, weil sie alles tun, um den Einkauf für die Verbraucher so bequem wie möglich zu gestalten. Sie suchen Standorte möglichst dicht an Verkehrsknoten wie Bahnhöfen, etablierten Parkhäusern oder Straßenbahn- und U-Bahn-Stationen, um neben dem klassischen Mitnahmekäufer auch den regelmäßig wiederkehrenden Kunden zu gewinnen.“ Schließlich wolle niemand lange mit großen Windelkartons oder Waschmittelflaschen herumlaufen, bevor er den Weg nach Hause antreten kann.

Inklusive der Promenaden im Hauptbahnhof wird es in der City also bald elf Drogerien geben. Der Anteil der Ketten entspricht etwa dem bundesweiten Verhältnis, wo sich Umsatzprimus dm (Sitz in Karlsruhe / 1700 Filialen) und Verfolger Rossmann (Sitz in Großburgwedel bei Hannover / 2000 Filialen) schon seit Jahren einen harten Kampf um Marktanteile liefern. Hinzu kommen regional tätige Anbieter wie Drogeriemarkt Müller (Sitz in Ulm / 520 Filialen).

Im Zentrum der Messestadt kommt dm ab dem nächsten Jahr auf sechs Standorte, Rossmann auf drei und Müller auf zwei. Am Bayrischen Platz öffnete zudem erst in diesem Sommer ein dm, im Nahbereich der City liegt noch ein Rossmann an der Karl-Liebknecht-Straße. Für die derzeit im Umbau befindliche Hauptpost am Augustusplatz ist – neben einem großen Edeka-Markt auf 1300 Quadratmetern – ebenfalls eine weitere Drogerie avisiert.

2016 erlebe der City-Handel ein Konsolidierungsjahr, sagt Stefan Sachse, Chef beim Immobilienvermittler BNP Paribas Real Estate. „Vor allem die Expansion von Lebensmittlern und Drogeristen steht im Mittelpunkt.“ Hingegen gebe es im Textil- und Schuhbereich kaum große Neuanmietungen von Flächen, weil diese Branchen unter dem Online-Handel leiden.

Diese Situation nutzten die Drogerien, um sich aus ihrer Sicht ideale Lagen zu sichern, so Arcadia-Mann Folz. „In der Hainstraße gab es früher lange einen Rossmann. Der Standort ist also gut eingeführt.“ Ebenerdig im Merkurhaus werde der künftige dm viel besser zu sehen sein, als die beiden anderen Drogerien in der Nachbarschaft – sie befinden sich jeweils in einem Untergeschoss. Auch wenn wahrscheinlich sei, dass dm die Filiale im Karstadt-Untergeschoss „perspektivisch aufgibt“, werde die Zahl der Drogerien in der City weiter wachsen. „Die großen Ketten bedienen ein immer breiteres Sortiment, wodurch auch die Umsätze steigen.“

Von Jens Rometsch

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