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Zwei Anden-Riesen zum Alpinisten-Jubiläum

Zwei Anden-Riesen zum Alpinisten-Jubiläum

Zu seinem 25-jährigen Bergsteigerjubiläum peilt der Leipziger Alpinist Olaf Rieck 2014 zwei Riesen in den Anden an. Erst will der 49-Jährige den 5947 Meter hohen Aplamayo nehmen und anschließend den 6025 Meter aufragenden Artesonraju bezwingen.

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8000er bezwungen: Olaf Rieck 1999 auf dem Cho Oyu.

Quelle: Privat

Leipzig. Beide zählen zu den schönsten Bergen der Welt, der Artesonraju findet sich auch - mit Sternen umkränzt - im Logo des US-amerikanischen Filmfirma Paramount Pictures.

Der Flug nach Peru ist schon gebucht, der Zeitplan steht ebenso, und auch einen Expeditionspartner hat Rieck gefunden. Bei der von Ende Juni bis Anfang August 2014 dauernden Tour wird ihn mit dem 23-jährigen Jacob Andreas aus Sachsen-Anhalt der Sohn jenes Mannes begleiten, mit dem Rieck 1989 bei seinem ersten Gipfelsturm unterwegs war. "Volker Andreas und ich haben damals in Leipzig zusammen studiert, er Tierproduktion, ich Veterinärmedizin. Wir haben uns auf Umwegen ein Dienstvisum für die Sowjetunion besorgt und den im Pamir-Alai-Gebirge gelegenen 5000er Pik Energia erklommen", erzählt Rieck. "Das war ein Schlüsselerlebnis. Später folgten die richtig großen Nummern." Mittlerweile kann er unter anderem die Eroberung von zwei 8000ern und drei Erstbesteigungen im Himalaya verbuchen, ist seit 1998 fast jedes Jahr am Dach der Welt unterwegs gewesen, durchquerte in Südamerika das patagonische Inlandeis und gelangte per Kanu bis zum Nordkap Spitzbergens.

Viele kritische Situationen waren zu meistern, darunter der Notabstieg am 8000er Hidden Peak 2001 oder der Sturz seines Bergkameraden Christoph Descher vor zwei Jahren in eine Eisspalte am 8000er Hidden Peak. Rieck sicherte damals per Seil, wurde beim 15 Meter tiefen Fall Deschers regelrecht wegkatapultiert und kam erst kurz vor dem Loch zum Liegen, in dem sein Partner verschwunden war: "Das war für uns beide eine ganz knappe Sache."

Mit dem Aplamayo und dem Artesonraju, die zwölf Kilometer Luftlinie entfernt voneinander liegen, habe er sich nun für zwei "Prachtexemplare" entschieden, so Rieck. "Das sind grandiose Berggestalten." Vor allem der Artesonraju habe es aber in sich, dort lauere an der Aufstiegsflanke ein mächtiger Lawinenkegel. Außerdem müsse der Gipfelsturm nonstop erfolgen, das bedeute bis zu 16 Stunden ununterbrochene Schwerstarbeit am Berg. Am Aplamayo wiederum könnte ein Bergschrund für Ungemach sorgen, dahinter verbirgt sich eine weithin unpassierbare Spalte, die durch einen abgesackten Gletscher entstanden ist. "Dort muss eine Passage gesucht werden."

Bevor Rieck sich in die Anden aufmacht, steht nächsten Monat ein "Gipfeltreffen" an. Für den 28. Dezember ist es im Mekong-Saal des Gondwanalandes im Leipziger Zoo anberaumt. Weggefährten und Förderer seiner Unternehmungen sind dazu eingeladen, darunter Zoodirektor Jörg Junhold und Ex-Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee, in dessen Amtszeit Riecks Angriff auf den Mount Everest fiel. 2005 war das - als alpinistische Flankierung der hiesigen Olympiabewerbung. Rieck musste damals wegen eines Schlechtwettereinbruchs auf 7400 Metern Höhe umkehren, auch die Leipziger Bewerbung schlug fehl. London bekam damals bekanntlich den Zuschlag.

"Beim Gipfeltreffen gibt es diverse Überraschungen", meint Rieck, der dabei auch auf viel Publikum hofft. Denn es ist ab 18 Uhr einem Vortrag vorgeschaltet, den er dann ab 19.30 Uhr an gleicher Stelle hält und der seine Ama-Dablam-Besteigung im Himalaya reflektiert. Schon tags zuvor, am 27. Dezember, wird der Mekong-Saal zweimal zur Vortragskulisse. Um 17 Uhr berichtet Rieck in Wort und Bild über die Everest-Expedition und um 19 Uhr über den Eismarsch in Patagonien. Bei all diesen Veranstaltungen berechtigen die Vortragstickets auch zum abendlichen Besuch des Gondwanalandes. Und die Buchungen für den 28. Dezember zudem zur Teilnahme am Gipfeltreffen.

@Mehr Infos zu den Vorträgen, zum Gipfeltreffen und zum schon laufenden Ticket-Vorverkauf unter www.olafrieck.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.11.2013

Mario Beck

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