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Lokales "Zwei-Klassen-Lösung": Grüne gegen Flüchtlingsambulanz
Leipzig Lokales "Zwei-Klassen-Lösung": Grüne gegen Flüchtlingsambulanz
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23:43 05.12.2017
Symbolbild Geflüchtete. Quelle: dpa
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Leipzig

Die Sprecherin der Stadtratsfraktion der Grünen in Leipzig, Petra Cagalj Sejdi, hat sich gegen eine neue Flüchtlingsambulanz ausgesprochen. Der Vorstandschef der Leipziger Uniklinik, Wolfgang Fleig, hatte eine solche Ambulanz im Interview mit der LVZ befürwortet, da die Kinderambulanz der Uniklinik stark überlastet sei.

Cagalj Sejdi argumentierte, eine Trennung bekämpfe nicht die Ursachen dieses Problems sondern schaffe stattdessen eine Zwei-Klassen-Lösung. So sei es generell schwierig, in Leipzig einen Kinderarzt zu finden. „Noch schwieriger ist es für Geflüchtete, die oftmals sprachliche Probleme haben und sich im Gesundheitssystem und in der Stadt nicht wirklich auskennen“, sagte Cagalj Sejdi. Eine Ambulanz nur für Geflüchtete würde nicht den erwünschten Zulauf haben. Vielmehr entstünde bei den Familien ein Gefühl von Benachteiligung, sodass diese lieber die längere Suche nach einem anderen Arzt auf sich nähmen.

Statt für die Errichtung einer neuen Flüchtlingsambulanz plädiert Petra Cagalj Sejdi für eine bessere Aufklärung der Geflüchteten über das Gesundheitssystem in Deutschland. Es müsse ein Weg gefunden werden, wie eine gemeinsame Behandlung der Patienten gelingen könne, ohne dass dies für die Kliniken ein Problem darstelle.

Eine im Oktober 2015 errichtete Flüchtlingsambulanz am St. Georg Klinikum war Ende 2016 geschlossen worden.

hgw

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