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Lokales Zwei Leipziger Schulen in sanierte Stammhäuser zurückgekehrt
Leipzig Lokales Zwei Leipziger Schulen in sanierte Stammhäuser zurückgekehrt
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00:59 05.11.2013

Weitere Investitionen werden gerade vorbereitet.

Eine bekannte Bäckerei-Kette spendiert Pfannkuchen. Der Tag soll für die 364 Schüler und 40 Lehrer der Lene-Voigt-Oberschule in der Willi-Bredel-Straße etwas Besonderes werden. Denn die Rückkehr in die teilsanierte Schule ist langersehnt, sollte eigentlich schon Ende August erfolgen. Damals war alles für den Umzug gepackt - doch weder Treppenhäuser noch Kellerbereich samt Speisesaal waren nutzbar (die LVZ berichtete). Also hieß es Kommando zurück! Als Trostpflaster versprach die Stadt, bislang nicht vorgesehene Malerarbeiten zu erledigen. "Das Versprechen wurde eingelöst. Jetzt ist es eine Freude, in die Schule zu kommen", sagt Schulleiterin Grit Wukasch. Im Gebäude wurden Fenster ausgewechselt, die Sanitäranlagen erneuert, Brandschutzmaß- nahmen sind erfolgt und auch die Fassade ist energetisch saniert. "Nach all den Strapazen und den Kämpfen haben wir es nun doch geschafft", freut sich auch Elternvertreterin Anett Findeisen. Ein besonderes Highlight sind sechs neue interaktive Tafeln, die eine vom Förderverein spendierte ergänzen. "Jetzt können wir richtig innovativ arbeiten", so Schulleiterin Wukasch. Und Simone Mellenetz aus der 7. Klasse hofft, dass möglichst viele Ballonkarten den Weg in die Schule zurückfinden. Denn die Klasse mit den meisten Rücksendungen bekommt eine Kinovorstellung spendiert.

Ein Vierteljahr später als geplant ist auch das Reclam-Gymnasium wieder im angestammten Domizil. Der für knapp elf Millionen Euro sanierte und erweiterte Gebäudekomplex in der Tarostraße beherbergt etwa 700 Schüler, die mehr als zwei Jahre getrennt in Eutritzsch und Schönefeld unterrichtet worden waren. Die Fünft- und Sechstklässler haben den Campus des Deutsch-Französischen Bildungszentrums noch nie zum Unterricht betreten. Für alle Schüler gibt es deshalb einen Kennenlern-Tag, um sich mit dem modernen und lichtdurchfluteten Gebäude vertraut zu machen. Schulleiterin Petra Trotte begrüßt die Gymnasiasten "gestaffelt" in der Aula. "Vieles wird einfacher, da wir bei der Organisation keine Wegezeiten mehr bedenken müssen", sagt sie zufrieden. Offiziell eröffnet wird der Campus des Bildungszentrums, zu der das Reclam-Gymnasium gehört, am 22. Januar 2014. Einziger Wermutstropfen: Die Dreifeld-Sporthalle ist nach wie vor nicht fertig, weil es Probleme mit der Bodenplatte gibt. "Sportunterricht findet statt, allerdings an sechs verschiedenen Orten", erläutert Trotte.

"Wir sind froh, dass wir diese beiden Projekte gestemmt haben", sagt Bürgermeister Thomas Fabian (SPD). Das Bauprogramm gehe aber weiter. Derzeit entsteht an der Bernhard-Göring-Straße ein Neubau für die 3. Grundschule, die im Februar 2015 fertig werden soll. Vorbereitet wird die 5,9 Millionen Euro teure Sanierung der Schule am Weißeplatz (ab Frühjahr 2015). Im Sommer 2014 ist Baubeginn für die neue Sport-Oberschule an der Goyastraße. Der Ausbau des Gymnasiums Gorkistraße startet dann ebenfalls. Ein halbes Jahr später geht der Neubau des Gymnasiums in der Telemannstraße los, die ehemalige "Riwa" Karl-Vogel-Straße wird ab April 2014 für die Sprachheilschule "Käthe Kollwitz" ausgebaut. "Daneben laufen umfangreiche Baumaßnahmen an verschiedenen Schulen, um die Situation dort zu verbessern", betont Fabian und weiß, dass die Stadt nach wie vor einen beträchtlichen Investitionsstau vor sich her schiebt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.11.2013

Mathias Orbeck

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