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Lokales Zwei Rohre von Leipziger Fernwärmeleitung beschädigt - Versorgung besser als befürchtet
Leipzig Lokales Zwei Rohre von Leipziger Fernwärmeleitung beschädigt - Versorgung besser als befürchtet
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14:51 22.01.2012
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Das hat am Sonntagmorgen ein Experte des TÜV bei der Begutachtung der Leitungen festgestellt. „Sowohl Vorlauf als auch Rücklauf sind an dieser Trasse betroffen“, erklärte SWL-Pressereferentin Miriam Reiß gegenüber LVZ-Online. Durch die Havarie in sechs Metern Tiefe sei eine große Menge Wasser ins Erdreich gelaufen.

Dennoch blicken die Verantwortlichen des kommunalen Versorgers am Sonntag  zuversichtlich auf die kommenden Tage. Die Versorgung von rund 1000 Wohnungen im Stadtteil Möckern, zwischen Seelenbinderstraße und dem Viadukt, war am Wochenende besser als zunächst befürchtet. Dieses Gebiet sollte es nach einer ersten Einschätzung am Freitag besonders hart treffen – mit kalten Unterkünften für mehrere Tage.

„Vielen Haushalten stand dann aber doch die meisten Stunden des Tages Wärme und auch warmes Wasser zur Verfügung“, teilten die SWL mit. Kritisch blieben, so das Unternehmen, die Morgenstunden zwischen 7 und 9.30 Uhr, wenn viele Heizungsanlagen in Betrieb gehen und die Abendstunden zwischen 17 und 19 Uhr. In diesen Stunden sei die Nachfrage besonders hoch.

Die Stadtwerke hatten am Wochenende im Heizwerk Nordost die Arbeitstemperatur von 115 auf 130 Grad herauf gesetzt, um möglichst viele Haushalte zu erreichen. Neben Möckern bemerkten auch Bewohnern in Gohlis-Nord und Mockau die Einschränkungen. Insgesamt sind rund 350 Hausanschlüsse oder 4500 Haushalte betroffen.

Beim Bau einer provisorischen Leitung an der Berliner Brücke wollten die SWL noch am Sonntag einen wichtigen Etappenschritt zurücklegen. Die zuvor an der Roscherstraße zusammengeschweißten Rohre sollten bis zur Anschlusstelle neben den Bahngleisen verlegt werden.

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Dafür musste der Böschungswinkel hinauf zum Bahngelände überwunden werden. Die Mitarbeiter der Stadtwerke sind dafür in zwei Schichten rund um die Uhr im Einsatz. Dennoch werde die Ersatzleitung nicht vor Dienstag in Betrieb gehen. Die Berliner Straße soll stadteinwärts zwischen der Wittenberger und der Roscherstraße mindestens bis Montagabend gesperrt bleiben.

Mitarbeiter der Stadtwerke haben am Sonnabend Bewohner in Möckern aufgesucht, um sich selbst ein Bild von der Lage zu verschaffen. Die Mehrzahl der Haushalte verfüge über elektrische Heizgeräte, teilten die SWL mit. Der Versorger will seinen Kunden als Ausgleich für die Unannehmlichkeiten 50 Euro gutschreiben.

Für weitere Informationen zur Kostenerstattung und der aktuellen Lage können Anwohner sich an die kostenfreie Störrufnummer 0800 121 3000 wenden. Ab Montag, 8 Uhr, ist auch die Rufnummer (0341) 121 55 66 erreichbar.

Matthias Roth / maf

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