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Lokales Zwölf Katzen in Hartmannsdorf verschwunden – Anwohner wenden sich an die Polizei
Leipzig Lokales Zwölf Katzen in Hartmannsdorf verschwunden – Anwohner wenden sich an die Polizei
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16:18 09.02.2012
Tom Safar (12) vermisst seinen Kater Simba. Quelle: Regina Katzer
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Leipzig

Wo Simba jetzt ist, weiß Tom nicht. Das Schicksal der zehn Monate alten Katze ist kein Einzelfall im Wohnviertel rund um die Azaleenstraße.

„Seit November sind bei uns zwölf Katzen verschwunden“, berichtet Romy Wernecke. Auch ihr elf Jahre alter Karl fehlt.  Klar, der Kater sei ein Rumtreiber gewesen, sagt die Berufsschullehrerin. Mehrere Tage war er manchmal unterwegs. Am Ende seiner Streifzüge stand Karl aber immer wieder vor ihrer Haustür.
Leipzig. Simba ist weg. Dem 12-jährigen Tom Safar ist nur noch ein Foto von seinem Kater geblieben. Traurig zeigt es der Schüler aus dem Leipziger Stadtteil Hartmannsdorf. Wo Simba jetzt ist, weiß Tom nicht. Das Schicksal der zehn Monate alten Katze ist kein Einzelfall im Wohnviertel rund um die Azaleenstraße.

Romy Wernecke und ihre Nachbar glauben nun, dass ein Katzenfänger im Südwesten der Stadt sein Unwesen treibt. Die Spekulation von ausgelegten Lockstoffen auf einem angrenzenden Acker und dem Handel mit Katzenfellen im Internet schießen zwar ins Kraut. Von den Vierbeinern fehlt allerdings jede Spur.

Romy Wernecke hat sich deshalb an die Spitze der Katzenbesitzer gestellt und will nun den Verbleib aufklären. „Bei uns leben viele ältere Menschen, die Katzen sind da oft ein ganz wichtiger Bezugspunkt“, erklärt sie. Allein kommt die Hartmannsdorferin mit ihren Recherchen aber nicht weiter. Deshalb hat sich die Pädagogin an die Polizei und das Veterinäramt der Stadt gewandt.

Polizei häufiger auf Streife in Hartmannsdorf

Die Ermittlungen gestalten sich schwierig. „Bei allen Katzen handelte es sich um so genannte Freigänger, die regelmäßig draußen waren.“, sagt Polizeisprecher Mario Weigelt. Dennoch: die Beamten nehmen die Sorgen der Anwohner ernst. Vor Ort habe die Polizei nach Spuren gesucht.

Anzeichen darauf, dass die Katzen getötet wurden, hätten die Ordnungshüter aber nicht gefunden. Auf sich beruhen lassen wollen die Beamten den Fall jedoch nicht. „Wir  fahren jetzt in Hartmannsdorf vermehrt Streife“, so Weigelt. Mehr sei im Augenblick nicht möglich. Aus anderen Stadtteilen seien bisher keine vermissten Vierbeiner gemeldet worden.

Auch wenn die Katze rein juristisch als Sache betrachtet wird, verweist Weigelt auf empfindliche Strafen für Tierquäler. Das Tierschutzgesetz sieht als Höchststrafe drei Jahre Haft vor. Das Veterinäramt der Stadt ist in diesem Fall derzeit ratlos. „Wir haben keine Erkenntnisse zum Verbleib der Katzen“, teilte ein Stadtsprecher mit. Betroffenen Bürgern rät die Kommune, zunächst im Tierheim nachzufragen, ob ihr Liebling dort abgegeben wurde. Die Mitarbeiter in den Notunterkünften notierten sich genau, wo die Vierbeiner gefunden wurden.

Romy Wernecke hat die Tierheime der Stadt bereits abgeklappert. Auf Simba, Karl und die anderen gibt es auch dort keine Hinweise.

Matthias Roth

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