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Leipzig Ostwald-Schüler holen Bronze und Silber in Moskau
Leipzig Ostwald-Schüler holen Bronze und Silber in Moskau
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07:02 11.09.2018
Schulleiter Jost (I.) und Lehrerin Alexandra Krüger(r.) sind stolz auf ihre Gewinner wie Jonathan Wiebusch (3.v.l.) und Timo (2.v.l.) Quelle: A. Kempner
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Leipzig

Welchen Wert haben die drei Variablen x, y und z, wenn gilt: (x − 1)(y − 1)(z − 1) = xyz − 1 und (x − 2)(y − 2)(z − 2) = xyz − 2 ? Solche Aufgaben löste der 17-jährige Jonathan Wiebusch tagsüber, abends erholte er sich in einem Vier-Sterne-Hotel und am Ende der Woche ging es dann noch auf Sightseeing Tour, in den Kreml und auf eine Fahrt mit dem Schiff über die Wolga.

Für den Abiturienten Jonathan und seine fünf Mitschüler fand am Samstag eine aufregende Woche in Moskau ihr Ende. Nun baumelt eine bronzene Medaille um Jonathans Hals und verleiht seinem lässigen T-Shirt einen besonderen Glanz. Und nicht nur er, alle haben eine Medaille geholt, Timo Hofmann sogar eine silberne.

Beide gehören dem Team Leipzig von sechs Jungs aus dem Wilhelm-Ostwald-Gymnasium an. Sie alle durften teilnehmen an der Olympiad of Metropolises, einem Talentwettbewerb für Schüler mit einer besonderen Begabung in Mathematik, Physik, Chemie und Informatik.

Einladung vom russischen Bildungsminister

Das russische Bildungsministerium hatte die Einladung an Oberbürgermeister Burkhard Jung versandt und der hatte diese weitergeleitet an Steffen Jost, den Schulleiter des naturwissenschaftlichen Wilhelm-Ostwald-Gymnasiums. So kam es, dass sechs talentierte Leipziger Jungs zwischen fünfzehn und siebzehn Jahren gemeinsam mit einer Lehrerin und zwei Lehrern letzte Woche ein Flugzeug in Richtung Moskau bestiegen.

Vier Tage lang fand dort der Marathon der Naturwissenschaften statt. Schüler und Schülerinnen aus 33 Städten in Russland und Hongkong, aus Tadschikistan und der Mongolei, aus Serbien und Kroatien, Indonesien, Spanien, den USA und vielen anderen Ländern traten in Teamwettkämpfen und in Klausuren aus den verschiedenen naturwissenschaftlichen Disziplinen gegeneinander an.

Russland, Hongkong und China vorn

Die Konkurrenz war hart. Schüler aus Russland, Hongkong und China gehörten zu den großen Gewinnern der Olympiade. „Vor allem in den osteuropäischen Ländern haben die Naturwissenschaften oft noch einen ganz anderen Stellenwert,“ erzählt Mathelehrerin Alexandra Krüger. „Wir profitieren aber vielleicht inhaltlich noch vom langen Atem der Spezialschulen in der DDR.“

Einen mächtigen Pokal haben die Leipziger Schüler geholt. Dass der bronzefarben ist und nicht silber, schmerzt die Schüler ein wenig: „Es war ärgerlich, denn es war wirklich knapp.“ Nur wenige Punkte vor ihnen lag das Team aus Zagreb und brachte Silber nach Hause. Dennoch – und das betonen Schulleiter und Mathelehrerin gleichermaßen mit Stolz auf ihre Schüler:„Wir sind die Besten in der westlichen Hemisphäre!“ 

Die Lösung der Aufgabe oben übrigens lautet:  x=1, y=1,z=1. Jonathan hat es natürlich gewusst!

Mehr Aufgaben gibt es hier

Von Anna Flora Schade

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