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Einsatz kurz vor Mitternacht: Esel beißt 64-Jährigem in die Nase

Ponitz Einsatz kurz vor Mitternacht: Esel beißt 64-Jährigem in die Nase

Über so manchen Einsatz spricht man bei der Feuerwehr noch nach Jahren. Dazu dürfte auch jener für die Feuerwehr in Ponitz (Altenburger Land) am Sonntag zählen. Die Kameraden wurden aus den Betten geholt, weil ein 64-Jähriger von seinem eigenen Esel gebissen wurde.

Die Ponitzer Feuerwehr musste in der Nacht zum Montag zu einem ungewöhnlichen Einsatz ausrücken: Ein Esel hatte seinen Halter gebissen. (Symbolfoto)

Quelle: André Kempner

Ponitz. Über so manchen Einsatz spricht man bei der Feuerwehr noch nach Jahren. Dazu dürfte auch jener für die Ponitzer Feuerwehr kurz vor Mitternacht am Sonntag zählen. Die Kameraden wurden aus den Betten geholt, weil ein Mann (64) von seinem eigenen Esel gebissen worden war.

Der Halter sei von seinem Esel attackiert worden „und hat um 23.28 Uhr selber die Rettungsleitstelle in Gera alarmiert“, berichtet der Ponitzer Bürgermeister Marcel Greunke, der der Wehr angehört und bei der Aktion „Esel“ in der Nacht zum Montag dabei war. „Der 64-Jährige soll von dem bockenden Tier in die Nase gebissen worden sein. Vor Ort stellten die neben Feuerwehr und Polizei ebenfalls angerückten Rettungsdienstler allerdings fest, dass die Verletzungen nur unerheblich waren“, so Greunke weiter. Der Einsatz, zu dem immerhin 15 Ponitzer Feuerwehrkameraden mit zwei Fahrzeugen anrückten, konnte deshalb keine halbe Stunde später und nach ambulanter Behandlung des gebissenen Zweibeiners beendet werden.

„Nein, so einen Fall hatten wir bislang wirklich noch nicht“, meinte Greunke mit einem Schmunzeln. Der 64-jährige Ponitzer, der auch Ziegen hält, soll das Tier erst Stunden zuvor erworben haben. Und vermutlich habe die Chemie zwischen Esel und neuem Besitzer nicht so gestimmt. „Wir haben als Feuerwehr das Tier beruhigt und wieder im Stall angebunden. Da half eben mal gutes Zureden von uns Feuerwehrleuten.“ Zudem habe sich unter den eingesetzten Kameraden ein Jäger befunden, der entsprechende Erfahrungen im richtigen Umgang mit Tieren hat. Mit der Flinte gedroht habe der dem Esel aber keineswegs, sondern nur die richtigen Worte gefunden. „Es ist ja auch wirklich nicht üblich, dass Feuerwehrleute mit dem Gewehr anrücken“, lachte der Bürgermeister.

Ob sich das Verhältnis zwischen Esel und Halter künftig bessert, konnte das Gemeindeoberhaupt allerdings nicht beantworten. Aber Esel sollen bekanntlich ein sehr gutes Gedächtnis haben.

Von Jörg Wolf

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