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Nudelmesse am Rand des Katholikentages – Stadträtin konvertiert zum Pastafaritum

Fliegendes Spaghettimonster Nudelmesse am Rand des Katholikentages – Stadträtin konvertiert zum Pastafaritum

Piraten-Stadträtin Ute Elisabeth Gabelmann ist am Sonntag zur Pseudo-Religion Pastafaritum konvertiert. Nach der Veranstaltung erneuerte sie die Kritik an der kommunalen Mitfinanzierung des Katholikentages in Leipzig.

Ute Elisabeth Gabelmann bei der Taufe zum Pastafaritum.

Quelle: Johannes Angermann

Leipzig.  Am Rande des Abschlussgottesdienstes zum 100. Katholikentag am Sonntagvormittag in Leipzig haben etwa 100 Menschen eine Nudelmesse gefeiert. Die nicht gänzlich ernst gemeinte Zusammenkunft am Augustusplatz war Abschluss der Veranstaltungsreihe „(K)eine Million für den Katholikentag“, die sich seit Wochen kritisch mit der kommunalen Finanzierung der christlichen Großveranstaltung auseinandersetzt.

Initiatorin Ute Elisabeth Gabelmann (Piratenpartei) konvertierte auf der Nudelmesse symbolisch vom Atheismus zum sogenannten Pastafaritum. Diese pseudoreligiöse Satire-Bewegung huldigt dem „Fliegenden Spaghettimonster“ und wurde 2005 vom US-Wissenschaftler Bobby Henderson gegründet.

Am Rande des Abschlussgottesdienstes zum 100. Katholikentag am Sonntagvormittag in Leipzig haben etwa 100 Menschen eine Nudelmesse gefeiert. Die nicht gänzlich ernst gemeinte Zusammenkunft am Augustusplatz/Ecke Radisson-Hotel war Abschluss der Veranstaltungsreihe „(K)eine Million für den Katholikentag“, die sich seit Wochen kritisch mit der kommunalen Finanzierung der christlichen Großveranstaltung in der Messestadt auseinandersetzt.

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Nach der mit jeder Menge Teigwaren ausgestatteten Zeremonie erneuerte die Stadträtin noch einmal ihre Kritik an der kommunalen Mitfinanzierung des 100. Katholikentages. Leipzig hatte zur Organisation des Großevents eine Million Euro aus der Stadtkasse zugeschossen. Als Begründung hieß es unter anderem, die Messestadt werde vom Katholikentag auch wirtschaftlich profitieren.

Angesichts der unter den Erwartungen gebliebenen Teilnehmerzahlen der Begegnungstage in Leipzig rechnete Gabelmann am Sonntag vor: „Jeder Besucher des Katholikentages hätte 500 Euro in Leipzig ausgeben müssen, damit sich die kommunalen Zuschüsse letztlich über die Gewerbesteuereinnahmen auch wirklich für Leipzig rentieren.“ (Anmerkung LVZ: Einnahmen der Kommune wären die Erträge der Gewerbetreibenden durch Katholikentagsbesucher, abzüglich der Kosten wie Miete und Löhne, die als Gewerbesteuer samt Hebesatz an die Stadtverwaltung gezahlt werden) Darüber hinaus bezweifelte die 35-Jährige, dass es angesichts der Unterbringungsschwierigkeiten für die Gäste des Katholikentages auch positive Werbeeffekte für Leipzig gegeben habe.

Bereits am Freitag hatte ein von Thomas Kumbernuß (Die Partei) angeführter satirischer „Kreuzzug durch Leipzig“ für Aufsehen gesorgt.

Von joka / mpu

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