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10.000 Euro Belohnung für Hinweise zu Leipziger Ex-Hells-Angels-Chef

Nach Schießerei in der Eisenbahnstraße 10.000 Euro Belohnung für Hinweise zu Leipziger Ex-Hells-Angels-Chef

Für die Ergreifung des europaweit gesuchten Ex-Hells-Angels-Chef Marcus Matz aus Leipzig hat das Landeskriminalamt eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt. Es wird jedoch davor gewarnt, den 34-Jährigen selbst zu ergreifen. Er könnte bewaffnet sein.

Für die Ergreifung des Leipziger Ex-Hells-Angels-Chefs Marcus Matz wurden 10.000 Euro Belohnung ausgesetzt.

Quelle: dpa / LKA Sachsen

Leipzig. Die Polizei erhöht den Fahndungsdruck auf den europaweit gesuchten Leipziger Ex-Hells-Angels-Chef Marcus Matz. Für Hinweise, die zur Ergreifung des unter Mordverdacht stehenden 34-Jährigen führen, wurde am Dienstag eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt. Dies teilte das sächsische Landeskriminalamt (LKA) mit. Gleichzeitig wurde davor gewarnt, den Rocker-Boss selbst dingfest zu machen. Er gelte als gefährlich, sei möglicherweise auch bewaffnet, so das LKA.

Das Landeskriminalamt (LKA) sucht per Öffentlichkeitsfahndung nach dem ehemaligen "Hells-Angels"-Chef Marcus Matz.

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Matz soll an den tödlichen Schüssen zwischen den verfeindeten Hells Angels und United Tribuns Iron City auf der Leipziger Eisenbahnstraße am 25. Juni 2016 beteiligt gewesen sein. Er steht deshalb unter dem dringenden Tatverdacht des gemeinschaftlichen Mordes. Bereits seit etwa einer Woche war mit Fotos online nach ihm gefahndet worden. Das LKA machte am Dienstag erstmals auch genauere Angaben zu seiner Person. Demnach ist der am 22. Juli 1982 in Cottbus geborene Ex-Bandenchef 1,88 Meter groß, von kräftiger bis dicker Statur, trägt kurze, glatte, dunkelblonde Haare mit Geheimratsecken und hat blaue Augen mit „leichtem Silberblick“, wie es heißt. Sein linkes Ohr ist zudem durchlocht.

Matz trägt Totenkopf- und Hells-Angels-Tattoos

Besonders markant: Matz ist stark tätowiert. Am Bauch trägt er laut LKA das Schriftzeichen „FRONTAL“, an den Unterarmen rechts und links einen Totenkopf, an der rechten Wade den Schriftzug „HELLS ANGELS COTTBUS“ und links „HELLS ANGELS HARBOR CITY“. Letzteres steht für den bereits seit 1983 verbotenen Hamburger Ableger des Rockerclubs, der aber noch immer im Rotlichtmilieu aktiv sein soll.

Bei der Schießerei auf der Eisenbahnstraße war der 27-jährige Türke Veysel A. durch Schüsse tödlich verletzt worden. Zwei weitere United Tribuns wurden bei der Auseinandersetzung in Neustadt–Neuschönefeld lebensgefährlich verletzt. Der damals 30-jährige Hells Angel Stefan S. sitzt seitdem wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Marcus Matz war kurz nach der Tat ebenfalls verhaftet, nach rund zwei Wochen aber mangels Beweisen wieder freigelassen worden. Im November wurde der neuerliche Haftbefehl erlassen, weil sich der Mordverdacht gegen Matz wieder erhärtete. Doch der 34-Jährige war da bereits untergetaucht. Das LKA vermutet, dass er sich ins Ausland abgesetzt haben könnte.

nöß

Hinweise auf den Aufenthaltsort von Macus Matz nimmt das Landeskriminalamt Sachsen, Regionalstelle Leipzig, Schongauerstraße 13, Telefon 0800 855 2055, E-Mail lka@polizei.sachsen.de oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

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