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100 teils vermummte Personen attackieren Polizei und Bundesverwaltungsgericht

Randale vor US-Konsulat 100 teils vermummte Personen attackieren Polizei und Bundesverwaltungsgericht

Während am Freitagabend im Leipziger Zentrum friedlich das Stadtfest gefeiert wurde, randalierten 100 Personen nahe des Bundesverwaltunsgerichts und verletzten dabei auch Polizisten. Pflastersteine und Brandsätze flogen.

Spurensicherung nach den Ausschreitungen vom Freitagabend am Simsonplatz vor dem Bundesverwaltungsgericht.

Quelle: joka

Leipzig. Verletzte Polizisten, kaputte Scheiben, zerstörte Autos, brennende Reifen: In der Nacht zum Samstag haben 100 teils vermummte Personen die Polizei in der Leipziger Innenstadt in Atem gehalten. Wie Polizei-Sprecherin Maria Braunsdorf gegenüber LVZ.de erklärte, hatte die Gruppe gegen 22.20 Uhr am Pavillon im Johannapark eine Barrikade aus Reifen in Brand gesetzt und war von dort aus weiter in die Karl-Tauchnitz-Straße gezogen. Auf dem Weg dorthin wurde auch Pyrotechnik gezündet und randaliert.

In einer abschließenden Mitteilung vom Samstagmorgen hieß es seitens der Polizei, es seien auch Molotowcocktails sowie Pflastersteine geworfen wurden. Die Täter hätten Krähenfüße gestreut, wodurch mindestens zwei Fahrzeuge beschädigt worden sein. Bei einem passierenden Reisebus hätten Angreifer die Frontscheibe zerstört. Überdies wurde die Haltestelle am Neuen Rathaus zerstört. Die Randalierer beschmierten Fassaden und Gehwege. Am medizinischen Versorgungszentrum gingen Fensterscheiben zu Bruch.

100 vermummte Randalierer haben am Freitagabend das Bundesverwaltungsgericht und weitere Einrichtungen in der Leipziger Innenstadt angegriffen. Noch am Samstagmorgen waren die Experten der Polizei mit der Spurensicherung befasst.

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Zwischen Bundesverwaltungsgericht und dem US-Konsulat konnten die Beamten die Randalierer stoppen. Ein Großteil der Täter flüchtete, eine Person wurde festgenommen. Allerdings hatte die Gruppe laut Braunsdorf zu diesem Zeitpunkt schon eine Fensterfront des Gerichts an der Seite zum Simsonplatz mit Steinen zerstört. Aufgrund des Stadtfestes im Zentrum seien die Einsatzkräfte schnell vor Ort gewesen. Die Aktion dauerte etwa zehn Minuten. Drei Fahrzeuge wurden so stark beschädigt, dass sie nicht mehr einsatzbereit waren.

Die Kreuzung zwischen Karl-Tauchnitz-Straße und Harkortstraße blieb bis 2 Uhr nachts gesperrt. Noch am Samstagmorgen war die Spurensicherung vor Ort an der Arbeit. Die Beamten ermitteln nun wegen besonders schwerem Landfriedensbruch. Zur Schadenshöhe liegen noch keine Angaben vor.

In der Pressemitteilung der Polizei wurde über einen Zusammenhang mit dem an diesem Wochenende im bayrischen Elmau stattfindenden G7-Gipfel gemutmaßt: Es sei nicht auszuschließen, dass diese Aktion auch eine Resonanzreaktion auf die hohen Sicherheitsvorkehrungen des G7-Treffens sein kann. (agri/joka)

 

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Bundesverwaltunsgericht Leipzig
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