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Polizeiticker Leipzig 15 Wohnungen nach Explosion in Leipzig-Meusdorf unbewohnbar
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig 15 Wohnungen nach Explosion in Leipzig-Meusdorf unbewohnbar
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17:29 18.04.2018
Durch die Wucht der Explosion in Leipzig-Meusdorf wurden die Fensterrahmen der Wohnung regelrecht abgesprengt. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Durch die schwere Gas-Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Leipzig-Meusdorf sind 15 Wohnungen bis auf Weiteres unbewohnbar geworden. Im Barclayweg 16, wo es am Samstag in einer Drei-Raum-Wohnung zu der Detonation kam, müssen zehn Mietbereiche gesperrt bleiben. Das teilte die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) am Montag auf Anfrage von LVZ.de mit. Im benachbarten Aufgang mit der Nummer 18 dürfen fünf Wohnungen nicht genutzt werden. Ein Statiker soll nun klären, ob der Block einsturzgefährdet ist oder einige Mieter zurückkehren können. „Die Ergebnisse der Bauzustandsanalyse müssen abgewartet werden“, erklärte LWB-Sprecherin Samira Sachse. Einen Termin nannte sie nicht. Auch die Schadenshöhe ist noch unklar.

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In einem Wohnblock im Barclayweg in Leipzig-Meusdorf hat es am Samstagnachmittag eine Explosion gegeben. Anschließend brach ein Feuer aus.

Nach LWB-Angaben sind die meisten Betroffenen bei Verwandten oder Freunden untergekommen. Einige Mieter, die diese Möglichkeit nicht hatten, seien in ein Hotel gezogen. Die Kosten hierfür übernimmt die LWB. Das kommunale Unternehmen will den Betroffenen auch bei der Suche nach einer neuen Wohnung helfen. Mitarbeiter der Vermietungsabteilung würden die Mieter über Umzugsmöglichkeiten in der Umgebung informieren, so Sachse.

Bewohner durften nicht mit Gas kochen

Auch zwei Tage nach der Explosion gibt der Fall den Ermittlern der Polizei weiter Rätsel auf. Drei Bewohner waren dabei am Samstagnachmittag gegen 14 Uhr verletzt worden. Eine 38-Jährige erlitt schwere Verletzungen, als sie aus Panik vom Balkon in der fünften Etage sprang. Laut Brandursachenermittlern führte die Verpuffung eines Gas-Luft-Gemisches zu der Detonation, die die Wohnung im dritten Obergeschoss komplett zerstörte und ein Feuer auslöste. Woher das Gas kam, darüber wollten am Montag weder Polizei noch LWB spekulieren. Laut LWB war es den Mietern nicht gestattet, in den Wohnungen mit Gas zu kochen oder zu heizen. „Es gab hierzu nie entsprechende Empfehlungen“, betonte Sachse.

Die LWB bestätigten Berichte der Hausbewohner vom Wochenende, wonach es in jüngster Vergangenheit Arbeiten an der Elektrik in den Hausnummern 16 und 18 gegeben habe. Die Erneuerung der Steigleitungen war den Angaben zufolge aber abgeschlossen. „Im Zusammenhang mit dieser Baumaßnahme gab es im Sommer stundenweise – in einem Fall maximal vier Stunden – Stromabschaltungen, über die die Mieter selbstverständlich vorab informiert wurden“, so Sachse. Die Elektro-Herde hätten zuletzt ordnungsgemäß funktioniert, so dass niemand mit Gas kochen musste.

Wohnungsmieter weiter nicht vernehmungsfähig

Die Polizei erwartet die Ergebnisse der kriminaltechnischen Untersuchungen für Ende der Woche, erklärte Sprecher Uwe Voigt auf Nachfrage. In den Trümmern der Brandwohnung waren am Sonntag Spuren gesichert worden. Diese könnten von Gasbehältern stammen, hieß es. Um was genau es sich handelte, blieb unklar. Der 28-jährige Mieter der Wohnung, der zum Unglückszeitpunkt in Thüringen war, konnte auch am Montag noch nicht befragt werden. Er hatte einen Schock erlitten und wird weiter medizinisch behandelt.

Von Robert Nößler

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