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21-Jähriger gesteht verbotenen Sex

21-Jähriger gesteht verbotenen Sex

Mehrfach kam es zum Geschlechtsverkehr. Sex mit Kindern ist aber grundsätzlich verboten, auch wenn er einvernehmlich sein sollte. Als die Mutter des Mädchens davon erfuhr, zeigte sie David D.

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Quelle: dpa

Leipzig. an. Drei Jahre nach den vorgeworfenen fünf Fällen des schweren sexuellen Missbrauchs stand der inzwischen 21-Jährige am Montag vor dem Amtsgericht.

Während der Ermittlungen hatte er alles bestritten. Gestern erklärte Verteidiger Theo Krümberg, dass sein Mandant dies "aus Angst" getan habe, plötzlich in die Ecke mit Kinderschändern gestellt zu werden. Nun aber wolle der 21-Jährige "reinen Tisch machen". Dem Geständnis zufolge kam es im Februar 2011 erstmals zum Beischlaf. "Ich war in das Mädchen verknallt", sagte David D. gestern. Er wisse, mit Kindern dürfe man keinen Sex haben. "Ich machte mir aber nicht so viele Gedanken." Dennoch soll er damals die 13-Jährige, war er mit ihr zusammen, aufgefordert haben: "Wenn dich jemand nach dem Alter fragt, sagst du 16." Die Beziehung ging jedoch alsbald in die Brüche, auch mit dem Bruder des Mädchens gab es Streit. David D. zog zu seiner Mutter nach Nordhorn (Niedersachsen), wo er auch jetzt noch wohnt.

Verteidiger Krümberg plädierte gestern auf Milde. Damals sei sein Mandant selbst "noch ein Milchgesicht, ein Kindskopf" gewesen. Natürlich dürften die Vorwürfe nicht bagatellisiert werden, aber die von der Staatsanwaltschaft beantragten neun Monate Haft, wenn auch auf Bewährung ausgesetzt, waren ihm weitaus zu hoch. Staatsanwältin Yvonne Kobelt hatte diese Sanktion jedoch "im Hinblick auf die Schwere der Schuld" für angemessen erachtet. David D. habe "das Mädchen überrumpelt". Das Ganze sei nicht spurlos an ihr vorübergegangen. Anwältin Eve Leupold, die die mittlerweile 16-Jährige vertritt, meinte: "Er hat die Unbedarftheit und Naivität des Mädchens ausgenutzt."

Wohl auf beiden Seiten habe Unerfahrenheit und Naivität eine Rolle gespielt, sagte Richterin Juliane Guha. Das Gericht teilte die Ansicht des Verteidigers und verhängte, wie von ihm beantragt, 120 Arbeitsstunden als Sanktion. Das Geständnis des Angeklagten habe die Beweisaufnahme erheblich erleichtert. Zudem werde berücksichtigt, dass er damals selbst in einer schwierigen Phase seines Lebens gewesen sei, so Guha. Mit 14 war er zu seinem leiblichen Vater nach Leipzig gezogen, es kam jedoch zu Erziehungsschwierigkeiten. David D. lebte in einer Jugend-WG. 2012 kehrte er wieder zur Mutter zurück, holte den Hauptschulabschluss nach.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.02.2014

Sabine Kreuz

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