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Polizeiticker Leipzig 24-jähriger Angeklagter schweigt zum Mord an Leipziger Tagesmutter - Motiv Habgier?
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig 24-jähriger Angeklagter schweigt zum Mord an Leipziger Tagesmutter - Motiv Habgier?
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13:35 19.05.2014
Prozessauftakt am 19. Mai 2014: Ein 24-jähriger Mann muss sich wegen Mordes an einer Leipziger Tagesmutter verantworten. Quelle: dpa
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Leipzig

Die Frau, die als Tagesmutter arbeitete, verblutete qualvoll. Das Motiv laut Anklage: Habgier.

Demnach stritten Opfer und Täter um gestohlene 10.000 Euro. Der 24-Jährige werde vorerst keine Angaben machen, erklärte sein Rechtsanwalt im Landgericht Leipzig.

Der Prozess begann am Montag von vorn, nachdem er im April nach der Erkrankung eines Schöffen abgebrochen werden musste. Als erste Zeugin sagte die ehemalige Lebensgefährtin des Angeklagten aus - die 42 Jahre alte Tochter des Mordopfers. Sie schilderte ihr Leben mit dem 18 Jahre jüngeren Mann als geprägt von Gewalt und Streit. Er habe sie regelmäßig geschlagen, mit der Hand oder der Faust ins Gesicht. Wie oft? „Ich kann das nicht mehr zählen“, sagte die arbeitslose vierfache Mutter.

Beide hätten auch Alkohol zusammen getrunken. Ein bis zweimal die Woche seien ein oder zwei Flaschen Wodka geleert worden. Dass der 24-Jährige auch Drogen nahm, will sie nicht mitbekommen haben. Sie habe das nur befürchtet. Das Verhältnis zu ihrer Mutter sei viele Jahre lang zerrüttet gewesen, sagte die 42-Jährige. „Eigentlich habe ich 30 Jahre lang darum gekämpft, die Liebe meiner Mutter zu spüren.“

Erst anderthalb Jahre vor dem gewaltsamen Tod der 64-Jährigen hätten sich Mutter und Tochter wieder angenähert. Im Mai 2013 habe jedoch der Streit um die 10.000 Euro begonnen, die nach einem Besuch des Paares bei der Mutter verschwunden sein sollen. Sie habe das Geld nicht genommen, beteuerte die 42-Jährige. Ob ihr Ex-Freund die Mutter bestohlen hat - dazu blieben die Aussagen der Frau unklar.

Der Prozess wird am 6. Juni fortgesetzt.

dpa

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