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Polizeiticker Leipzig 28-Jährige schlägt in Leipzig mit Hammer auf Ehemann ein - acht Jahre Haft
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig 28-Jährige schlägt in Leipzig mit Hammer auf Ehemann ein - acht Jahre Haft
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23:59 25.03.2014
Mandy J. muss wegen versuchten heimtückischen Mordes an ihrem Mann für acht Jahre Haft. Quelle: dpa

auf der Anklagebank im Leipziger Landgericht. Und doch hat die 28-jährige Einzelhandelskauffrau laut Geständnis am 30. Oktober 2011 fünfmal mit einem Schlosserhammer auf den Kopf ihres Ehemannes eingeschlagen. "Sie nutzte dabei die Arg- und Wehrlosigkeit des im Ehebett Schlafenden aus", so der Vorsitzende Richter Hans Jagenlauf. Das Gericht verhängte wegen versuchten heimtückischen Mordes an Marko J. (34) acht Jahre Haft. Während die Frau das Urteil mit versteinerter Miene entgegennahm, flossen bei ihren Freunden im Gerichtssaal die Tränen.

Hintergrund des Mordanschlags in der Wohnung des Paares in der Wahrener Ölhafenstraße war ihre unglückliche, 2006 geschlossene Ehe. Der arbeitslose technische Zeichner Marko J. sei aufgrund "seines jähzornigen und aggressiven Verhaltens nicht gerade der Traum aller Schwiegermütter" gewesen, sagte Jagenlauf. Während sie eine "provokante Verhaltensweise an den Tag legte", indem sie im Internet Kontakte mit anderen Männern pflegte. Am Vorabend des Angriffs war es laut Gericht zum Streit über "zu hohe Geldausgaben" gekommen. Wie berichtet, ärgerte sie sich darüber, dass Marko J. sie wegen einer nicht abgedrehten Heizung zur Rede stellte.

Das Gericht sprach exakt die von Staatsanwältin Tanja Lötschert geforderte Strafe aus - ihren Antrag bezeichnete es als "maßvoll" und "am untersten Rand des Möglichen". Dass die Beschuldigte während eines Schlafwandelns zuschlug, schlossen die Richter aufgrund ihres zielgerichteten Handelns in der Tatnacht aus. Psychiater Matthias Lammel hatte sie für voll schuldfähig gehalten. Verteidiger Bonell plädierte wegen versuchten Totschlags für fünf Jahre Haft,

Co-Verteidiger Joachim Schäfer für eine geringere Sanktion wegen gefährlicher Körperverletzung. Der Ehemann, der 2011 mehrere Schädelbrüche erlitt, überlebte. Das Paar lebt in Scheidung. Erst 2013 zeigte Marko J. seine Noch-Ehefrau an, weil er wütend war, dass sie unter seinem Namen Sachen bestellt hatte und er bei der Schufa als Schuldner registriert war. Erst danach stand Mandy J. unter Verdacht. In diesem Zusammenhang kritisierte das Gericht "deutliche Ermittlungsfehler der Polizei".

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.03.2014

Sabine Kreuz

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