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30-Jährige im Citytunnel von Zug überfahren – Opfer stammt aus Halle

Tödliches Unglück in Leipzig 30-Jährige im Citytunnel von Zug überfahren – Opfer stammt aus Halle

Ein 30-jährige Frau ist am Dienstagnachmittag im Leipziger Citytunnel ums Leben gekommen. Die Haltestelle am Markt und der Citytunnel waren bis 20 Uhr gesperrt. Wie es zum Unfall kam, ist noch unklar.

Die Haltestelle Markt des Citytunnels ist derzeit komplett gesperrt.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Eine 30-jährige Frau ist am Dienstagnachmittag im Leipziger Citytunnel ums Leben gekommen. Die Hallenserin stürzte kurz nach 15 Uhr in der Haltestelle am Markt in das Gleisbett neben dem Bahnsteig 2. Ein aus Richtung Geithain einfahrender Zug erfasste die Frau, noch vor Ort erlag sie ihren schweren Verletzungen, erklärte Jens Damrau, Sprecher der Bundespolizei in Leipzig der LVZ.de.

Eine 30-Jährige ist am Dienstagnachmittag von einem einfahrenden Zug im Leipziger Citytunnel erfasst worden. Noch vor Ort erlag sie später ihren schweren Verletzungen. Die Haltestelle Markt wurde daraufhin abgesperrt. (Bilder: Dirk Knofe)

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Wie es zu dem tragischen Unglück kam, steht bislang noch nicht fest. „Wir führen es noch als Unfall“, erklärte Damrau. Fremdverschulden oder Suizid können nicht ausgeschlossen werden. Vor Ort befragte die Bundespolizei am Nachmittag Zeugen des Unfalls. Mittlerweile führt die Kriminalpolizei Leipzig die Ermittlungen.

Sowohl die Haltestelle am Markt als auch der gesamte Citytunnel waren bis 20 Uhr gesperrt. Neben Bundespolizei und Kräften der Polizei waren auch die Leipziger Feuerwehr und der Bahnsicherheitsdienst im Einsatz. Nach Angaben der Deutschen Bahn waren alle Linien (S1, S2, S3, S4, S5 und S5X) von der Sperrung betroffen. Züge aus Richtung Halle, Grünau und Hoyerswerda verkehrten nur bis zum Hauptbahnhof; Bahnen aus dem Süden nur bis Connewitz. Aus östlicher Richtung war in Leipzig-Stötteritz Schluss.

Sperrung des Leipziger Citytunnels ziehen S-Bahn-Chaos nach sich

Während der Tunnel-Sperrung herrschte auf dem Leipziger Hauptbahnhof teilweise Informationschaos. Reisende nach Halle wurden zum Außenbahnsteig 8a geschickt. Dort traf zwar nach langer Wartezeit eine S-Bahn aus Halle ein, doch mit den ankommenden Fahrgästen ging auch der Lokführer von Bord. Die Suche nach einem Ersatzmann zog sich solange hin, dass die Passagiere, die nach Halle wollten, aus dem stehenden Zug am Ende in den inzwischen wieder geöffneten Tunnel zurückgeschickt wurden. Doch bereits am Flughafen fand die Fahrt nach Halle ihr jähes Ende.

Der Tunnel ist inzwischen wieder befahrbar. Bis 2 Uhr am Mittwochmorgen sei es noch zu Verspätungen gekommen, teilte die Bahn mit.

(In einer ersten Mitteilung am frühen Nachmittag sprachen die Behörden noch von einem Kind, welches ums Leben gekommen sei, dies wurde im Laufe des Nachmittags korrigiert.)

joka/A.G.

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