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31 Verletzte nach Randalen von Lok-Anhängern - Polizei empfängt Fans

Spielabbruch in Erfurt 31 Verletzte nach Randalen von Lok-Anhängern - Polizei empfängt Fans

Fans von Lok Leipzig haben am Sonntag das Spielfeld im Erfurter Steigerwaldstadion gestürmt und Sicherheitskräfte attackiert. Bei den Tumulten wurden 31 Personen verletzt. Am Abend nahm eine Hundertschaft der Polizei die zurückkehrenden Fans im Empfang.

Ruhige Anreise: Die aus Erfurt kommenden Lok-Fans wurden von einer Hundertschaft auf dem Leipziger Hauptbahnhof in Empfang genommen.

Quelle: Dir Knofe

Leipzig/Erfurt. Nach dem Platzsturm und dem abgebrochenen Oberligaspiel in Erfurt sind die Anhänger des 1. FC Lok Leipzig am Sonntagabend wieder in der Messestadt angekommen. Eine Hundertschaft der Polizei nahm die gut 400 per Zug Reisenden gegen 19.15 Uhr auf dem Hauptbahnhof in Empfang. Die Stimmung blieb dabei weitgehend ruhig, die Fans verließen das Gebäude zügig oder stiegen in andere Bahnen um, sagte Bundespolizeisprecher Jens Damrau.

Vor der Ankunft kreiste ein Polizeihubschrauber über dem Westen der Stadt und überwachte die Anreise aus der Luft. Auch an anderen Haltepunkten habe es keine Probleme gegeben, ebenso sei die Situation im Zug ruhig gewesen, so Damrau: „Auf der Fahrt haben sich die Gemüter wohl etwas abgekühlt.“

Nach dem Platzsturm und dem abgebrochenen Oberligaspiel in Erfurt sind die Anhänger des 1. FC Lok Leipzig am Sonntagabend (14.06.2015) wieder in der Messestadt angekommen. Eine Hundertschaft der Polizei nahm die gut 400 per Zug Reisenden auf dem Hauptbahnhof in Empfang. Die Stimmung blieb dabei weitgehend ruhig.

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Am Nachmittag hatte ein Teil der Lok-Anhänger im Erfurter Steigerwaldstadion randaliert. Beim Stand vom 2:0 für die Gastgeber stürmten etwa 50 Leipziger das Spielfeld und attackierten zunächst die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes. Später flogen Steine und Flaschen in Richtung des Ordnungspersonals und der Polizei. Um die Situation zu beruhigen, fuhren die Polizisten einen Wasserwerfer auf, der aber nicht zum Einsatz kam.

Weil die Chaoten die Sicherheitskräfte weiter angriffen, setzte die Polizei auch Pfefferspray ein. Schließlich brach der Schiedsrichter das Spiel vorzeitig ab und Lok Leipzig musste den Aufstieg in die Regionalliga endgültig abhaken.

Nach Angaben der Polizei in der thüringischen Landeshauptstadt wurden bei der Auseinandersetzung 31 Personen verletzt, acht von ihnen mussten ins Krankenhaus gebraucht werden. Zu welcher Gruppe die Verletzten zählten, sei zunächst noch unklar, sagte Sprecher Dominique Schuh, eine genaue Auswertung erfolge in den kommenden Tagen.

Den Angaben zufolge wurde niemand festgenommen. Die Polizei nahm die Personalien mehrerer Personen auf, bislang wurden vier Anzeigen aufgegeben. Sprecher Schuh geht jedoch davon aus, dass nach Auswertung von Videomaterial und im Zuge der Ermittlungen weitere Anzeigen hinzukommen.

Erste verbale Angriffe auf die Polizei gab es bereits bei der Anreise, als rund 600 Lok-Fans vom Erfurter Hauptbahnhof zum Stadion begleitet wurden. Im Gästeblock angekommen, maskierten sich einige von ihnen mit Sturmhauben, zündeten Pyrotechnik und verbrannten unter anderem Fahnen.

Auch nach dem Spielabbruch blieb die Lage hitzig. Thüringer Landespolizisten und Bundespolizisten eskortierten die Leipziger wieder zum Bahnhof, auf dem Weg wurden die Beamten nach eigenen Angaben mit Feuerlöschern angegriffen. Gegen 17 verließ der Sonderzug Erfurt und kam gut zwei Stunden später in Leipzig an.

Michael Frömmert

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