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37-Jähriger wegen Drogendelikten vor Gericht - Anwalt: "Unschuldig im Sinne der Anklage"

37-Jähriger wegen Drogendelikten vor Gericht - Anwalt: "Unschuldig im Sinne der Anklage"

Seit fast zwei Jahrzehnten ist er ein guter Bekannter der Justiz. Marcus M., langjähriger Drogenkonsument, hat bereits mehrere Freiheitsstrafen wegen massiven Betäubungsmittelhandels verbüßen müssen.

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Der Angeklagte will nicht erkannt werden - hier mit Anwalt Frank Wilhelm Drücke.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Seit Mitte der 1990er-Jahre fiel er in Thüringen und Sachsen immer wieder auf. Nach der letzten Haftentlassung Anfang 2009 habe der Leipziger jedoch "den Schnitt gemacht" und eine Ausbildung zum Kaufmann absolviert sowie einen Arbeitsvertrag erhalten, rekapitulierte der Vorsitzende Richter Rüdiger Harr gestern anhand der Akten im Landgericht. Nun kämen auf den 37-Jährigen "Nachzügler aus seiner Vergangenheit" zu.

So warf Staatsanwältin Grit Weise Marcus M. Handel mit Drogen - vor allem Crystal und Speed - in Leipzig vor. Einer der Fälle datiert jedoch schon vom Sommer 2009. Da soll der Beschuldigte in der Scharnhorststraße im Besitz von 500 Gramm Crystal gewesen sein. "Die wollte er gewinnbringend verkaufen", sagte die Staatsanwältin. Im März 2011 habe er einen Mann beauftragt, aus einer Wohnung mindestens ein Kilo Amphetamine zu stehlen. Den Dieb wiederum habe er mit Betäubungsmitteln belohnt. Ein weiteres Vorkommnis gab es nach Ansicht der Anklagebehörde im August 2011. Da soll M. in seiner Wohnung in der Georg-Schumann-Straße Betäubungsmittel verkauft haben.

Verteidiger Frank Wilhelm Drücke wies die Vorwürfe jedoch strikt zurück: "Mein Mandant ist unschuldig im Sinne der Anklage." Es sei richtig, dass er früher auch mal in solche Geschichten verstrickt gewesen sei. "Wenn etwas war, dann hat er es aber immer auch eingeräumt", sagte der Rechtsanwalt. "Mit der Sache hier hat er jedenfalls nichts zu tun", ergänzte Drücke.

Aufgrund des langen Zeitablaufs gilt die Beweislage als "nicht unproblematisch", meinte Richter Harr. Denn es seien weder Drogen beschlagnahmt worden noch hätten Telefonüberwachungen stattgefunden. Die Anklage stütze sich vorwiegend auf Aussagen von Zeugen aus der Szene. "Und die sind nicht widerspruchsfrei."

Allerdings: Erst im Sommer dieses Jahres soll es laut Harr "einen Ausrutscher" gegeben haben. M. hatte Tests zufolge wieder illegale Substanzen konsumiert. Bei Prozessfortsetzungen am 9. und 16. Oktober werden etliche Zeugen gehört.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.10.2013

Sabine Kreuz

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