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600 Beamte stoppen 180 Fußballfans: Leipziger Polizei rechtfertigt Großeinsatz auf der Karli

600 Beamte stoppen 180 Fußballfans: Leipziger Polizei rechtfertigt Großeinsatz auf der Karli

Der Verkehr auf der Karl-Liebknecht-Straße war für mehr als eine Stunde lahmgelegt, über der Leipziger Südvorstadt kreiste ein Hubschrauber: Nach dem Großeinsatz von rund 600 Beamten gegen 180 Fußballanhänger hat die Polizei am Donnerstag ihr Vorgehen verteidigt.

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Ein Großaufgebot der Polizei stoppte am Mittwochabend 180 Fußballfans auf der Karl-Liebknecht-Straße.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Ein spontaner Fanmarsch war am Mittwochabend von den Beamten gestoppt worden. „Wir mussten einschreiten“, betonte Polizeisprecher Uwe Voigt am Donnerstag.

„Es kann nicht sein, dass der Straßen- und Bahnverkehr behindert wird. Laut Polizeigesetz sind wir da zum Handeln verpflichtet“, sagte Voigt. Auf dem Weg Richtung Connewitz war die Gruppe gegen 20 Uhr auf Höhe Alfred-Kästner-Straße gestoppt und von hunderten Beamten eingekreist worden. Die BSG-Chemie-Fans rannten zuvor über die „Karli“ stadtauswärts und blockierten dabei den Verkehr. Zuvor war die Gruppe nach dem Bezirksliga-Derby gegen Lok II offenbar mit der S-Bahn von Leutzsch bis zum Bayerischen Bahnhof gefahren.

Kripo sucht Randalierer aus Straßenbahn-Linie 15

Obwohl es nicht zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen sei, habe die Situation eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit dargestellt, erklärte Voigt. Am Volkshaus seien Baustellen-Absperrungen beschädigt worden, auch vereinzelte Flaschenwürfe seien registriert worden, so der Sprecher. Verletzt wurde jedoch niemand. Gegen die Chemie-Fans wurde vor Ort ein Platzverweis ausgesprochen. Die Beamten forderten sie auf, die Straße in kleineren Gruppen zu verlassen. Danach habe es keine weiteren Vorkommnisse mehr gegeben, so die Polizei. Personenfeststellungen oder Festnahmen seien nicht notwendig gewesen.

Ermittelt wird jedoch wegen einer Sachbeschädigung in Probstheida. In einer Straßenbahn der Linie 15 war vor der Regionalliga-Partie im Bruno-Plache-Stadion zwischen Lok und dem SV Babelsberg randaliert worden. Dabei gingen Scheiben und die Deckenbeleuchtung zu Bruch. Schaden: rund 1200 Euro. „Die Täter werden von der Kripo momentan noch ermittelt“, sagte Voigt. Wie üblich in solchen Fällen, sollen dafür auch die Videoaufzeichnungen aus der Straßenbahn ausgewertet werden. Laut Zeugenaussagen handelte es sich bei den Randalierern um Lok-Fans, so Voigt,

Polizei: „Unsere Taktik ist aufgegangen“

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Lok verlor sein Nachhol-Heimspiel am Mittwoch gegen den SV Babelsberg mit 0:1.

Quelle: Christian Nitsche

Insgesamt zog die Polizei ein zufriedenes Fazit nach dem Fußball-Großeinsatz: „Unsere Taktik ist aufgegangen“, erklärte der Sprecher. Rund um das Bezirksliga-Spiel im Alfred-Kunze-Sportpark sowie die Regionalliga-Partie im Bruno-Plache-Stadion zwischen Lok und dem SV Babelsberg 03 sei es friedlich geblieben. Zur Absicherung der beiden Risikospiele waren rund 600 Beamte der Polizeidirektion Leipzig, der Bereitschaftspolizei und aus dem Nachbarbundesland Sachsen-Anhalt im Einsatz.

nöß

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