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66-jährigem Leipziger droht Sicherungsverwahrung – Kinder missbraucht

Mehrtägiger Prozess 66-jährigem Leipziger droht Sicherungsverwahrung – Kinder missbraucht

Nach der Verbüßung einer achtjährigen Haftstrafe wegen Sexualverbrechen an Kindern steht ein Senior aus Leipzig erneut vor Gericht. Der inzwischen 66-Jährige soll sich wiederum an Mädchen vergriffen haben. Nun droht Sicherungsverwahrung.

Das Landgericht Leipzig soll entscheiden: Muss ein 66 Jahre alter Senior wegen Sexualverbrechen an Kindern in Sicherungsverwahrung genommen werden?
 

Quelle: André Kempner

Leipzig.  Ein wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern bereits vorbestrafter Leipziger muss sich seit Donnerstag erneut vor dem Landgericht verantworten. Der Anklage zufolge soll sich der Senior im Stadtteil Anger-Crottendorf wiederum an zwei minderjährigen Mädchen vergangen haben. Dem inzwischen 66-Jährigen droht nun außer einer empfindlichen Haftstrafe eine anschließende Sicherungsverwahrung, die aufgrund seiner pädophilen Neigungen ein lebenslanges Wegsperren bedeuten kann. Seit Mitte Februar 2016 sitzt der Beschuldigte in Untersuchungshaft.

Staatsanwalt Jan Eggers warf Horst-Peter O. in der aktuellen Anklage zwei Sexualverbrechen an der Enkelin seiner Lebensgefährtin vor. Zu den Tatzeiten war die Betroffene, mit der O. auch den Beischlaf vollzogen haben soll, zehn bis zwölf Jahre alt. In weiteren acht Fällen – Tatzeit 2015/16 – soll sich der Rentner in seiner Wohnung in der Herrnhuter Straße zudem an einem erst fünfjährigen Mädchen aus der Nachbarschaft vergangen, dabei mit seinem Mobiltelefon auch Fotos unter anderem von mehrfachem Oralverkehr geschossen haben. Die Staatsanwaltschaft stützt sich in ihrer Anklage auf diese Beweis-Bilder, die O. sowohl in seinem Handy als auch in seinem Computer gespeichert hatte. Dem 66-Jährigen werden daher außerdem der Besitz und das Herstellen von Kinderpornos angelastet.

Zum Auftakt des mehrtägigen Prozesses machte der Beschuldigte keine Angaben. Verteidiger Malte Heise kündigte jedoch an, dass sich sein Mandant schon „grundsätzlich äußern“ möchte. Angesichts der Schwere der Vorwürfe soll allerdings zunächst Gutachter Ralf Sternitzke in der Verhandlung zu Wort kommen. Offenbar hatte sich Beschuldigte gegenüber dem Psychiater erklärt. Das Landgericht Leipzig will voraussichtlich bis 15. November an mehreren Tagen gegen Horst-Peter O. verhandeln.

1996 hatte dasselbe Gericht den Langzeitarbeitslosen wegen schweren Missbrauchs zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Er beteuerte damals zwar bis zuletzt seine Unschuld, die Richter waren allerdings überzeugt davon, dass der 47-Jährige mit seiner Stieftochter über Jahre hinweg – zwischen ihrem neunten und zwölften Lebensjahr – Oral- und Geschlechtsverkehr durchgeführt hat.

Von Sabine Kreuz

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