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Acht Kisten voller Akten: Staatsanwaltschaft erhebt Mord-Anklage im Elsterbecken-Fall

Acht Kisten voller Akten: Staatsanwaltschaft erhebt Mord-Anklage im Elsterbecken-Fall

Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat Anklage im Mordfall vom Leipziger Elsterbecken erhoben. Dem Tatverdächtigen Benjamin Hupel (23) wird vorgeworfen, im Oktober 2011 „aus Mordlust und sonst niedrigen Beweggründen“ seinen gleichaltrigen Bekannten Jonathan H.

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Suche nach Leichenteilen im Leipziger Elsterbecken: Gegen den mutmaßlichen Mörder von Jonathan H. ist jetzt Anklage erhoben worden.

Quelle: Andreas Döring

Leipzig. getötet und die Leiche zerstückelt zu haben. Dies teilte Oberstaatsanwalt Ralf-Uwe Korth am Mittwoch mit und bestätigte damit einen LVZ-Bericht. Erste Leichenteile waren Anfang November im Elsterbecken entdeckt worden.

Die Anklage umfasst mehrere Tausend Seiten: Acht Kisten voller Akten hätten die Ermittler vergangene Woche dem Landgericht Leipzig übergeben, sagte ein Sprecher der Justizbehörde am Mittwoch gegenüber LVZ-Online. Das Gericht prüft nun, ob das Hauptverfahren gegen Hupel eröffnet wird. Eine Entscheidung werde frühestens Ende August erwartet, so der Sprecher. Der Beschuldigte und seine Anwälte hätten nach Erhalt der Anklageschrift drei Wochen Zeit, sich zu den Vorwürfen zu äußern.

Sollte das Gericht einem Verfahren zustimmen, könnte es noch in diesem Jahr zum Prozessauftakt kommen, sagte der Sprecher der Justizbehörde. Andernfalls komme Hupel möglicherweise auf freien Fuß. Jens Mader, einer der Verteidiger, hatte die Beweislage gegen seinen Mandanten wenige Tage nach dessen Verhaftung als „sehr dünn“ bezeichnet.

Wie berichtet, gilt der aus Arnstadt in Thüringen stammende 23-Jährige für die Staatsanwaltschaft bereits seit mehreren Monaten als „einziger Tatverdächtiger“. Seit dem 9. März war die bundesweite Öffentlichkeitsfahndung nach dem nicht vorbestraften Mann gelaufen. Am 11. April konnte er schließlich in einer Wohnung in Kassel festgenommen werden.

Nachdem Hupel zunächst in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Kassel-Wehlheiden hinter Gittern gesessen hatte, wurde er wenige Tage später, am 17. April, per Einzeltransport in die Leipziger Haftanstalt an der Leinestraße gebracht. Dort habe es seither „keine Vorkommnisse“ gegeben, so JVA-Leiter Rolf Jacob. Der Beschuldigte verhalte sich vollkommen unauffällig, sei inzwischen in einem Zwei-Mann-Haftraum untergebracht und „gut in den Stationsalltag integriert“.

nöß/S.K.

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