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Akten-Panne bremst Prozess gegen Leipziger Serien-Bankräuber aus

Ärger am Landgericht Akten-Panne bremst Prozess gegen Leipziger Serien-Bankräuber aus

Bleibt die Serie von Sparkassen-Überfällen zwischen Dezember 2013 und Mai 2015 in Teilen unaufgeklärt? Der Prozess gegen den mutmaßlichen Bankräuber Andreas B. (52) war am Montagfrüh jedenfalls vorbei, noch ehe er richtig begonnen hatte. Der Grund: eine Aktenpanne.

Der letzte Überfall: Im Mai 2015 soll der Angeklagte die Sparkasse in der Ungerstraße ausgeraubt haben. Dabei wurden offenbar Spuren gesichert, die zum Verdächtigen führten. Rechts: Der vermummte Täter, aufgenommen von einer Überwachungskamera.

Quelle: Knofe, Polizei

Leipzig. Bleibt die Serie von Sparkassen-Überfällen zwischen Dezember 2013 und Mai 2015 in Teilen unaufgeklärt? Der mit Spannung erwartete Prozess gegen den mutmaßlichen Bankräuber Andreas B. (52) war am Montagfrüh jedenfalls vorbei, noch ehe er richtig begonnen hatte. Der Grund: Aus Sicht der 8. Strafkammer des Landgerichts ist die Täterschaft bei drei der fünf vorgeworfenen Fälle derart zweifelhaft, dass die Anklagepunkte gar nicht erst zur Hauptverhandlung zugelassen wurden. Weil die Staatsanwaltschaft Beschwerde einlegte, sollte das Oberlandesgericht (OLG) in Dresden entscheiden. Doch wegen einer Akten-Panne verzögert sich das Verfahren.

Für Andreas B. steht viel auf dem Spiel. Der aus Baden-Württemberg stammende Angeklagte war bereits wegen mehrerer bewaffneter Überfälle auf Geldinstitute im Jahr 2003 vom Landgericht Stuttgart zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 14 Jahren verurteilt worden. Er hatte in den 1990er-Jahren mit einem Komplizen mehr als 20 Banken in Baden-Württemberg und Sachsen überfallen, dabei Beute in Millionenhöhe gemacht. Mitte 2012 kam er auf freien Fuß, die restliche Strafe wurde damals zur Bewährung ausgesetzt. Auch im jetzt angeklagten Tatzeitraum stand er noch unter laufender Bewährung. Wie Richter Harr zum Prozessauftakt sagte, komme nun auch eine Sicherungsverwahrung und somit ein unbefristeter Aufenthalt hinter Gittern in Betracht.

Mehr dazu lesen Sie in der E-Paper- und Printausgabe der LVZ am 12. April.

Von Frank Döring

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