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Polizeiticker Leipzig Alle 14 Straßenbahn-Zeugen zum Mord in Leipzig-Plagwitz identifiziert
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Alle 14 Straßenbahn-Zeugen zum Mord in Leipzig-Plagwitz identifiziert
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16:35 23.03.2018
Die 14 Zeugen, die gemeinsam mit dem späteren Mordopfer Stefan M. aus der Straßenbahn stiegen, sind identifiziert. Quelle: Grafik Patrick Moye
Leipzig

Die 14 Straßenbahn-Fahrgäste, nach denen im Zusammenhang mit dem Mordfall in Leipzig-Plagwitz gesucht wurde, sind identifiziert. Die letzten beiden Zeugen, ein Mann und eine Frau, hätten sich am Dienstag gemeldet, teilte die Polizei am Mittwoch auf Anfrage von LVZ.de mit. Sie seien von Familienmitgliedern auf die Fahndung aufmerksam gemacht worden und hätten sich daraufhin an die Behörde gewendet, sagte Polizeisprecherin Maria Braunsdorf.

Die ersten Befragungen von Zeugen seien bereits erfolgt. „Weitere werden in den nächsten Tagen folgen. Zu den Inhalten werden wir uns aber aus ermittlungstaktischen Gründen nicht äußern“, so Braunsdorf. Von den Gesprächen erhoffen sich die Ermittler einen Durchbruch in dem seit gut vier Monaten ungelösten Mordfall, in dem eine Belohnung von 10.000 Euro für Hinweise zur Ergreifung des Täters ausgeschrieben ist.

Polizei geht neuem Hinweis nach

Auch ein im Zuge der Öffentlichkeitsfahndung eingegangener Hinweis zur Tat wird von den Beamten aktuell unter die Lupe genommen. Zu dessen Qualität machte Braunsdorf jedoch keine Angaben. Eine neue eine heiße Spur haben die Ermittler derzeit noch nicht. „Konkrete Hinweise auf einen Tatverdächtigen liegen aktuell nicht vor“, so die Polizeisprecherin.

Die 14 gesuchten Straßenbahn-Fahrgäste waren am Abend des 1. Oktober 2017 zusammen mit dem Opfer Stefan M. aus einer Straßenbahn der Linie 1 an der Haltestelle Könneritz-/Stieglitzstraße ausgestiegen. Sieben Minuten danach wurde der DHL-Mitarbeiter vor seinem Wohnhaus in der Eduardstraße 1 von einem Unbekannten ermordet. Der 34-Jährige erlitt nach LVZ-Informationen bei dem Angriff schwerste Stichverletzungen am Hals.

17 Beamte ermitteln zum Mordfall

Um neue Hinweise zu erhalten, hatte die Polizei seit Freitag mit Fotos aus den Überwachungskameras der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) nach den 14 Zeugen gesucht. Grundlage hierfür war ein richterlicher Beschluss. Wie Braunsdorf auf Nachfrage von LVZ.de bestätigte, arbeite die eigens für den Fall eingerichtete Erweiterte Morduntersuchungskommission (Emuk) mit dem Namen „Eduard“ seit November durchgängig mit 17 Beamten an dem Fall.

Kontakt zur Kripo Leipzig per E-Mail (muk.eduard.pd-l@polizei.sachsen.de) oder telefonisch unter 0341 / 96 64 26 95.

Von Robert Nößler

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