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Polizeiticker Leipzig Am Wochenende evakuiertes Haus in Mockau immer noch gesperrt
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Am Wochenende evakuiertes Haus in Mockau immer noch gesperrt
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15:10 11.11.2015
In der Nacht zu Sonntag wurde das Haus in der Essener Straße evakuiert. Quelle: Annett Zöllner
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Leipzig

Vier Tage ist es bereits her: In der Nacht von Samstag auf Sonntag musste die Feuerwehr ein Haus in der Essener Straße 95 evakuieren. Mehrere Bewohner hatten einen üblen Geruch wahrgenommen, vier von ihnen mussten sogar im Krankenhaus behandelt werden. Doch auch vier Tage nach der Evakuierungsaktion ist das Haus in Mockau-Nord immer noch versiegelt und für die insgesamt 17 Bewohner nicht zugänglich. Diese müssen seitdem bei Freunden oder Verwandten unterkommen.

Auslöser weiter unklar

Unklar ist anscheinend weiterhin, welche Stoffe die Verletzungen der vier Personen und den üblen Geruch in dem Gebäude ausgelöst haben. Noch in der Nacht zu Sonntag war ausströmendes Gas vermutet worden, dieser Verdacht bestätigte sich aber offenbar nicht. Laut der Aussage eines Anwohners, der in der Nacht zu Sonntag über Atemwegsreizungen geklagt und im Krankenhaus behandelt werden musste, war vor allem das Treppenhaus von dem üblen Geruch betroffen. Auch hätten die Verletzten über einen metallischen Geschmack im Mund berichtet.

Wie bereits am Wochenende von LVZ.de berichtet, wurden die Verletzten in die Notaufnahme des Klinikums St. Georg gebracht. Dort soll laut Feuerwehr und einem der Betroffenen die Station nach Eintreffen der Verletzten gesperrt und anschließend gesäubert worden sein. Auch die Rettungswagen wurden demnach extra dekontaminiert. Nachdem die vier Personen am Sonntag das Krankenhaus wieder verlassen konnten, befindet sich eine Frau nach Informationen von LVZ.de inzwischen wieder in der Klinik.

Am Montag sollten nach Angaben der Feuerwehr Spezialisten das Gebäude in der Essener Straße auf chemische Stoffe untersuchen. Zum Ergebnis der Untersuchung wollten die Behörden sich bisher aber nicht äußern. Die Feuerwehr sieht ihren Einsatz laut ihrem Sprecher als abgeschlossen an.

Hausverwaltung sieht Behörden in der Pflicht

Auch das Gesundheitsamt ist inzwischen in den mysteriösen Fall involviert, allerdings nur beratend, wie Nils Lahl, Facharzt für Öffentliches Gesundheitswesen beim Gesundheitsamt auf Anfrage betont. Laut ihm seien die bisherigen Messungen in der Essener Straße widersprüchlich, eine eindeutige Aussage zum Auslöser des üblen Geruchs und der Atemwegsreizungen könne derzeit nicht gemacht werden.

Laut einem der Betroffenen gebe es von den Behörden derzeit keine Informationen an die Bewohner. Es sei nicht absehbar, wann sie in ihre Wohnungen zurückkehren könnten. Seit sie am Sonntag von dort einige Sachen holen konnten, sei das Haus wieder versiegelt und werde vom Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma bewacht.

Die GRK-Hausverwaltung GmbH, die das Gebäude in der Essener Straße betreut, sieht das Problem derweil vor allem in der mangelnden Zusammenarbeit der Behörden untereinander. Diese seien für die Messungen vor Ort und die entsprechende Freigabe des Gebäudes zuständig, heißt es. Man stehe täglich in Kontakt mit den Bewohnern und prüfe nun auch Rechtsmittel, um das Haus so schnell wie möglich wieder frei geben zu lassen.

Von luc

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