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Polizeiticker Leipzig Amokdrohung am Leipziger Leibniz-Gymnasium – Unterricht erst wieder am Montag
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Amokdrohung am Leipziger Leibniz-Gymnasium – Unterricht erst wieder am Montag
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12:34 13.01.2012

Verdächtige Gegenstände seien nicht gefunden worden, hieß es. Über den genauen Inhalt der Drohung wurde zunächst nichts bekannt.

Seit 4.30 Uhr wurde die Schule observiert, sagte Roman Schulz, Sprecher der Sächsischen Bildungsagentur. Um 5.15 Uhr war die Polizei mit zwei Suchhunden im Einsatz, so die Leipziger Ermittler. Nachdem die Beamten nichts Verdächtiges finden konnten, wurde in Abstimmung mit der Schulleitung entschieden, den Schulbetrieb für Schüler ab der 8. Klasse aufzunehmen. Am Gymnasium wurde ein Betreuungsservice eingerichtet, bei dem Psychologen und Lehrer den Kindern zur Seite stehen. Mittlerweile wurden alle Schüler wieder nach Hause geschickt. Insgesamt lernen 572 Kinder und Jugendliche an der Leibniz-Schule

Leipzig. Großeinsatz der Polizei am Leibniz-Gymnasium in Leipzig: Nach einer schriftlichen Amokdrohung am Donnerstag haben die Beamten am Freitagmorgen das Schulgebäude durchsucht. Verdächtige Gegenstände seien nicht gefunden worden, hieß es. Über den genauen Inhalt der Drohung wurde zunächst nichts bekannt.

Die Schultür ist nach wie vor abgeschlossen, wer ins Gebäude will, muss klingeln. Beamte durchsuchen alle Personen, die das Gebäude betreten, erklärte Polizeisprecher Uwe Voigt. Am späten Vormittag berieten der Leipziger Polizeipräsident Horst Wawrzynski, Vertreter der Bildungsagentur, Lehrer und Elternvertreter über den weiteren Umgang mit dem Vorfall.

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"Das ist kein Thema für Scherze. Das erzeugt Unsicherheit und hallt bei den Schülern noch lange nach", sagte Roman Schulz von der Bildungsagentur. Montag soll der Unterricht wieder regulär stattfinden, und natürlich würden die Lehrer das Thema in den Klassen mit ihren Schülern besprechen. Ausgefallene Stunden sollen nachgeholt werden. Eltern erhalten im Laufe des Tages über die Homepage der Schule detaillierte Informationen.

Der Drohbrief gegen das Leibniz-Gymnasium wurde schon am Donnerstagmittag im Briefkasten der Schule gefunden. Darin war ein "Amoklauf" für den Freitag angekündigt, sagte Voigt gegenüber LVZ-Online. Sofort habe die Schulleitung die Polizei informiert, außerdem die Sächsische Bildungsagentur und die Elternvertreter an den Tisch geholt. "Wir haben für den Fall der Amokdrohung ein Schulungsprogramm durchlaufen, der Ablauf hat nun gegriffen", so Voigt.

Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens und Androhung einer Straftat eingeleitet. Das Gesetz sieht dafür eine Höchststrafe von drei Jahren Haft vor. Sollte ein Täter ermittelt werden, müsse er auch die Kosten für den Polizeieinsatz tragen. Roman Schulz: "Ich hoffe, dass der Täter schnell gefasst wird."

Im vergangenen Jahr hatte in Markkleeberg ein Drohbriefschreiber die Polizei in Atem gehalten. Im März kündigte er gleich dreimal an, dass „etwas passieren“ werde am Rudolf-Hildebrand-Gymnasium. Die Polizei kam dem 18-Jährigen im April auf die Spur und nahm ihn fest. Als Motive gab er Stress durch Leistungsdruck in der Schule an.

Matthias Roth / Evelyn ter Vehn

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