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Angeklagter geht im Landgericht Leipzig auf LVZ-Bildreporter los

Wachtmeister schreiten ein Angeklagter geht im Landgericht Leipzig auf LVZ-Bildreporter los

Versuchter Angriff auf Reporter am Donnerstag im Leipziger Landgericht: Unmittelbar vor Beginn eines Prozesses um schweren Raub ist ein Angeklagter auf einen LVZ-Bildreporter und einen Kameramann losgegangen.

Toni S. (25) muss von Justizbeamten im Landgericht Leipzig überwältigt werden.

Quelle: LVZ

Leipzig.  Versuchter Angriff auf Reporter am Donnerstagfrüh im Leipziger Landgericht: Unmittelbar vor Beginn eines Prozesses um schweren Raub ist ein Angeklagter auf einen LVZ-Bildreporter und einen Kameramann losgegangen. Durch den schnellen Einsatz der Justizwachtmeister konnte eine Eskalation erfolgreich verhindert werden. Drei Beamte brachten Toni S. (25) sofort zu Boden, legten ihm Hand- sowie Fußfesseln an. Sie hatten den Angeklagten, der in Untersuchungshaft sitzt, kurz zuvor aus dem Zellentrakt im Gericht in den Verhandlungssaal 230 gebracht. Plötzlich sprang der 25-Jährige in Richtung der Reporter los.

Der Vorsitzende Richter Bernd Grimmer vertagte daraufhin den Prozessstart um wenige Minuten. Nachdem sich der 25-Jährige, der dem Vernehmen nach als „sehr impulsiv“ gilt, beruhigt und mit seinem Verteidiger Hagen Karisch gesprochen hatte, konnte die Verhandlung doch noch beginnen. „Mein Mandant fühlte sich genervt“, erklärte sein Verteidiger Hagen Karisch. Toni S. fügte hinzu: „Ich entschuldigte mich für den Vorfall.“

Überfälle mit Machete

Der 25-Jährige muss sich wegen mehrer Raubüberfälle in Leipzig verantworten. Gemeinsam mit den beiden Mitangeklagten, Batuhan Y. (35) und Janin Z. (23), soll er am 13. Februar dieses Jahres eine Spielothek in der Arthur-Hoffmann-Straße ausgeraubt und etwa 180 Euro erbeutet haben. Laut Anklage machte Toni S. mit einer martialisch aussehenden Machete (Klingenlänge: 40 Zentimeter, Klingenbreite: vier Zentimeter) eine Schlagbewegung in Richtung der völlig verängstigten Mitarbeiterin. Der Komplize Batuhan Y. soll die Angestellte in der Toilette eingesperrt, Janin Z. die Spielothek zuvor ausgespäht haben.

Staatsanwalt Eike Gildemeister legte Toni S. noch weitere schwere Delikte mit Machete zur Last: So soll er am 16. Februar dieses Jahres die Inhaberin eines Minimarktes in der Eisenbahnstraße mit der Waffe bedroht und 100 Euro erbeutet haben. Eine Stunde später war ein Blumengeschäft in der Ostheimstraße betroffen. Auch dort konnte Toni S., der wiederum die Machete dabei hatte, einen dreistelligen Betrag erbeuten.

Das Landgericht hat bis Anfang Dezember noch sieben Verhandlungstage anberaumt.

Von Sabine Kreuz

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