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Polizeiticker Leipzig Angeklagter gesteht tödliche Attacke in Leipziger Pflegeheim
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Angeklagter gesteht tödliche Attacke in Leipziger Pflegeheim
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12:55 03.07.2015
Der 43-jährige Angeklagte wird von den Wachtmeistern in den Gerichtssaal geführt. Quelle: dpa
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Leipzig

Ein wegen Mordes in einem Leipziger Pflegeheim angeklagter Mann hat die tödliche Attacke gestanden. Es könne „durchaus sein“, dass er seinen 66 Jahre alten Zimmergenossen mit Mund- oder Rasierwasser übergossen und dann angezündet habe, erklärte der 43-Jährige am Freitag im Landgericht Leipzig - kurz vor den Plädoyers. Er habe aber nicht gewollt, dass der 66-Jährige stirbt. Vielmehr sei er nicht Herr seiner Sinne gewesen, weil er zuvor tagelang nicht habe schlafen können. Er habe ein Zimmer für sich allein gewollt, sagte er in seinem späten Geständnis. 

Der tödliche Angriff in der Einrichtung an der Waldstraße ereignete sich im vorigen November. Das bettlägerige Opfer starb wenige Tage später an seinen schweren Brandverletzungen. Der 43-Jährige ist wegen Mordes angeklagt. Der alkoholkranke Mann sagte, es tue ihm alles „sehr, sehr leid“. Der Staatsanwalt forderte eine Verurteilung wegen Mordes zu 13 Jahren Haft. Das Opfer habe nicht den Hauch einer Chance gehabt, den Angriff abzuwehren. Zudem solle der 43-Jährige im Maßregelvollzug untergebracht werden.

Ein Gutachter hatte dem Angeklagten zuvor bescheinigt, unter anderem wegen der Folgen des langjährigen Alkoholmissbrauchs vermindert steuerungsfähig gewesen zu sein.  Die Verteidigung beantragte dagegen, den 43-Jährigen nur wegen Körperverletzung mit Todesfolge schuldig zu sprechen und ihn zu fünf Jahren Haft zu verurteilen. Das Landgericht Leipzig will sein Urteil am kommenden Montag sprechen. Birgit Zimmermann

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