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Angriff auf Iraker-Haus in Leipzig: Beschuldigte auf freiem Fuß

Angriff auf Iraker-Haus in Leipzig: Beschuldigte auf freiem Fuß

Gut fünf Monate nach dem bewaffneten Angriff auf das Wohnhaus einer irakischen Familie in Neustadt-Neuschönefeld befindet sich keiner der Beschuldigten mehr in Haft.

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Tatort Einertstraße: Hier ereignete sich der folgenschwere Angriff auf eine irakische Familie.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Dabei ist der Tatverdacht gegen die sieben Syrer im Alter zwischen 24 und 53 Jahren durchaus erheblich: Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Männer nach wie vor wegen versuchten Totschlags und schweren Landfriedensbruchs, teilte Behördensprecher Ricardo Schulz auf LVZ-Anfrage mit.

Nach Erkenntnissen der Ermittler gehörten die Syrer zu jenem brutalen Mob, der am 22. Juni gegen 21.45 Uhr ein Wohnhaus in der Einertstraße angriff, dass von einer irakischen Großfamilie bewohnt wird. Wie berichtet, gingen die Angreifer mit nägelgespickten Zaunlatten und Dönermessern auf ihre Opfer los, verschonten nicht einmal Frauen. Fünf Personen wurden teilweise lebensgefährlich verletzt.

Der blutige Gewaltexzess rief auch das sächsische Innenministerium auf den Plan: Fünf Tage später richtete die Behörde im Umfeld des Tatorts einen Kontrollbereich für anlassunabhängige Fahrzeug- und Personenüberprüfungen ein. Bis Ende September galt diese umfangreiche Sicherheitszone.

Weshalb alle sieben Tatverdächtigen trotz der massiven Anschuldigungen gegen sie zunächst wieder auf freien Fuß gekommen sind, teilten die Ermittlungsbehörden nicht mit. "Zu den näheren Gründen des Erlasses und der Aufhebung von Haftbefehlen werden aus ermittlungstaktischen Gründen grundsätzlich keine Angaben gemacht", so Oberstaatsanwalt Schulz. "Dies gilt auch in Bezug auf das vorliegende Verfahren und die dort noch andauernden Ermittlungen."

Noch im Juli waren die Haftbeschwerden einzelner inhaftierter Tatverdächtiger vom zuständigen Ermittlungsrichter als unbegründet zurückgewiesen worden.

Offen ist ebenfalls, wann Ermittler erste Ergebnisse ihrer Bemühungen präsentieren können. "Die umfangreichen und komplexen Ermittlungen konnten bisher noch nicht abgeschlossen werden", berichtete Ricardo Schulz. "Wann dies der Fall sein wird, kann derzeit noch nicht gesagt werden."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.11.2014

Frank Döring

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